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Größter unterirdischer Thermalsee der Welt liegt näher als gedacht

Gestern, 07:25

Größter unterirdischer Thermalsee der Welt liegt näher als gedacht
30.09.2026 08:30 (Akt. 30.09.2026 08:30)
©Wikimedia//SA 4.0
Tief unter einer Berglandschaft im Süden Albaniens verbirgt sich ein außergewöhnliches Naturphänomen. Erst aufwendige Messungen zeigten, welche Dimensionen der unterirdische See tatsächlich erreicht.
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Im Süden Albaniens befindet sich der nach Angaben eines tschechischen Forschungsteams größte bekannte unterirdische Thermalsee der Welt. Das Naturwunder liegt verborgen in einem weitläufigen Höhlensystem im Vromoneri-Tal nahe der Grenze zu Griechenland.

Der See misst dem Bericht zufolge 138 Meter in der Länge und 42 Meter in der Breite. Sein Volumen beträgt rund 8.335 Kubikmeter Thermalmineralwasser.

Damit übertrifft er laut den Forschenden den bisherigen Rekordhalter, einen unterirdischen Thermalsee unter einem türkischen Bad in Budapest.

Eine Dampfsäule führte zur Entdeckung

Die Geschichte der Entdeckung reicht bis ins Jahr 2021 zurück. Ein tschechisches Forschungsteam untersuchte damals ein teilweise noch unerforschtes Höhlensystem mit zahlreichen Thermalquellen.

Dabei stießen die Forschenden auf eine aufsteigende Dampfsäule. Sie führte das Team zu einem rund 100 Meter tiefen Abgrund, der den Namen „Atmos“ erhielt.

Am Grund dieses Abgrunds fanden die Forschenden schließlich den riesigen Thermalsee. Er wurde nach der Neuron Foundation, die die Expedition unterstützte, „Neuron“ genannt.

Erst moderne Technik zeigte die Dimensionen

Um herauszufinden, wie groß der See tatsächlich ist, kehrte das Forschungsteam mit moderner Messtechnik zurück.

Mithilfe von 3D-Scannern und Sonartechnik wurden die unterirdischen Strukturen und der See genauer vermessen. Dabei zeigte sich, dass „Neuron“ größer ist als bislang bekannte unterirdische Thermalseen.

Auch der Hohlraum über dem Wasser erreicht enorme Dimensionen. Nach Angaben der Neuron Foundation würde der Hauptsaal des Prager Nationaltheaters dreimal in die Kuppel über dem See passen.

Wie die ungewöhnliche Höhle entstand

Auch geologisch ist die Höhlenwelt außergewöhnlich. Das Thermalwasser weist einen hohen Schwefelwasserstoffgehalt auf.

Kommt dieser mit der Luft in Kontakt, bildet sich Schwefelsäure. Diese greift das Kalkgestein an und löst es über lange Zeiträume auf. Dadurch entstehen neue unterirdische Hohlräume.

Dieser Prozess könnte nach Angaben im zugrunde liegenden Bericht dazu führen, dass in der Region noch weitere bislang unbekannte Höhlenbereiche existieren.

Ein Naturwunder – aber keine klassische Touristenattraktion

So spektakulär die Bilder des Sees wirken: Aus dem vorliegenden Bericht geht nicht hervor, dass „Neuron“ regulär für Reisende zugänglich ist. Entdeckt und vermessen wurde er im Rahmen wissenschaftlicher Expeditionen in einem teilweise unerforschten Höhlensystem.

Wer Albanien besucht, sollte den Thermalsee daher nicht mit einer erschlossenen Schauhöhle verwechseln. Gerade seine abgeschiedene Lage unter der Berglandschaft im Süden des Landes macht die Entdeckung außergewöhnlich.

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(Red)

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