
Ab 1. Oktober 2026 gelten für sogenannte E-Mopeds in Österreich neue Regeln. Die Fahrzeuge werden rechtlich als Kraftfahrzeuge eingestuft. Sie benötigen unter anderem eine Zulassung und dürfen nicht mehr auf Radfahranlagen unterwegs sein. Laut dem aktuellen W24-Stadtbarometer des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) begrüßen 91 Prozent der befragten Wienerinnen und Wiener diese Änderungen.
Die Befragung wurde von W24 gemeinsam mit dem IFDD unter der Leitung von Christoph Haselmayer durchgeführt. In der übermittelten Aussendung werden die genaue Stichprobengröße, der Untersuchungszeitraum und die maximale Schwankungsbreite allerdings nicht ausgewiesen. Diese Angaben werden daher nicht ergänzt.
Konkret wurden die Wienerinnen und Wiener gefragt, wie sie die ab 1. Oktober geltenden Regelungen beurteilen. 91 Prozent bezeichneten die Änderungen als gut, 8 Prozent als schlecht. 1 Prozent machten keine Angabe oder wussten es nicht.
Betroffen sind E-Mopeds der Klasse L1e-B, die bisher unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich wie Fahrräder behandelt wurden. Mit der neuen Regelung gelten sie als Kraftfahrzeuge. Neben der Zulassung und einem Kennzeichen sind unter anderem eine Kfz-Haftpflichtversicherung, eine Lenkberechtigung, eine regelmäßige Begutachtung und ein Helm vorgesehen. Die Fahrzeuge dürfen außerdem nicht mehr auf Radwegen und anderen Radfahranlagen gefahren werden.
Die gesetzliche Änderung geht auf die 36. Novelle der Straßenverkehrsordnung zurück. Das entsprechende Gesetz wurde am 23. April 2026 veröffentlicht, ein Teil der Regelungen tritt mit 1. Oktober 2026 in Kraft. Als Ziel nennt die Bundesregierung unter anderem eine Verlagerung der E-Mopeds von Radfahranlagen auf die Fahrbahn.
Das Stadtbarometer fragt auch nach anderen Themen, die Wien beschäftigen. Zur geplanten U5 zwischen Karlsplatz und Hernals äußerten sich 71 Prozent positiv. 12 Prozent antworteten mit Nein, 17 Prozent machten keine Angabe oder wussten es nicht.
Noch breiter fällt die Zustimmung bei einem kulturellen Thema aus. 94 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Kunst und Kultur wesentlich zu dem gehören, was Wien ausmacht. 5 Prozent stimmten nicht zu, 1 Prozent machten keine Angabe oder wussten es nicht.
Im Stadtbarometer wurde außerdem eine fiktive Sonntagsfrage gestellt. Auf die Frage, welcher Partei die Befragten bei einer angenommenen Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl ihre Stimme geben würden, entfallen 35 Prozent auf die SPÖ mit Michael Ludwig, 26 Prozent auf die FPÖ mit Dominik Nepp und 19 Prozent auf die Grünen mit Judith Pühringer.
Für die Neos mit Bettina Emmerling werden 7 Prozent ausgewiesen, für die ÖVP mit Markus Figl ebenfalls 7 Prozent. Die KPÖ mit Barbara Urbancic kommt in dieser Abfrage auf 5 Prozent, andere Parteien auf 1 Prozent.
Bei einer ebenfalls fiktiven Direktwahl des Bürgermeisters wurden folgende Werte genannt: 44 Prozent für Michael Ludwig, 26 Prozent für Dominik Nepp, 17 Prozent für Judith Pühringer, 7 Prozent für Markus Figl sowie jeweils 3 Prozent für Bettina Emmerling und Barbara Urbancic.
Die politischen Werte sind Ergebnisse dieser konkreten Befragung und stellen keine tatsächlichen Wahlergebnisse dar.
Das Stadtbarometer verbindet damit Fragen zur Mobilität, zu Kunst und Kultur sowie zur politischen Stimmung in Wien. Besonders deutlich fällt in der aktuellen Befragung die Zustimmung zu den neuen E-Moped-Regeln aus. Die Änderungen treten am 1. Oktober 2026 in Kraft.
(OTS)
