logo
Wien



[email protected]

Tag des Denkmals 2026: Freier Eintritt in 300 Kulturstätten

Gestern, 05:30

Tag des Denkmals 2026: Freier Eintritt in 300 Kulturstätten
APA/GEORG HOCHMUTH
Der letzte Sonntag im September ist bereits traditionell dem Tag des Denkmals vorbehalten, denn schon zum 31. Mal lädt das Bundesdenkmalamt am 27. September bei landesweit freiem Eintritt in Österreichs Denkmale ein. Rund 300 Objekte können heuer unter dem Motto „Denkmale: Wert für alle“ besichtigt und so das kulturelle Erbe des Landes entdeckt werden. Im Mittelpunkt steht heuer der gesellschaftliche, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Wert der Kulturstätten.
Anzeige

Zu den Zielen der diesjährigen Veranstaltung zählt die Berücksichtigung verschiedener Bedeutungen von Denkmalen und Denkmalschutz. Bei einem Pressegespräch am Donnerstag im Haus der Industrie wurde dabei unter anderem über Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Identität gesprochen. Das Denkmal-Event ist Teil einer europäischen Initiative, deren Motto 2026 „Heritage at Risk“ lautet. „Wir haben versucht, es ins Positive zu bringen und haben das in ‚Denkmale: Wert für alle‘ übersetzt“, sagte Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes. Denkmale würden allerdings auch dazu einladen, über negative Seiten der kulturellen Identität Österreichs zu reflektieren.

Tag des Denkmals: Von Westen bis Osten geöffnet

Das Programm ist dementsprechend vielfältig aufgestellt: In Vorarlberg wird unter anderem der Palast Hohenems frei zugänglich sein. Weiter nach Osten gehend können am 27. September beispielsweise die Burg Heinfels in Osttirol oder das Kärntner Toleranzbethaus gratis besucht werden. In Salzburg liegt ein besonderer Augenmerk auf den Museen der Stadt Bad Ischl. Deren Direktorin Herta Neiß betonte die Notwendigkeit des Einbezugs wissenschaftlicher Expertise bei der Rekonstruktion historischer Räumlichkeiten. Die Hammerschmiede Pehn in Niederösterreich und das burgenländische Mahnmal für Roma und Sinti in Lackenbach zählen zu den vielen Denkmalen, die im Osten Österreichs ihre Türen öffnen werden. In der Hauptstadt wird der Campus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften als einer von vielen Standorten der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Nach einem französischen Vorbild koordiniert das Bundesdenkmalamt den Tag des Denkmals in Österreich bereits seit dem Jahr 1995, seit 1998 bundesweit. Viele österreichische Standorte und historische Objekte, die der Öffentlichkeit ansonsten verschlossen bleiben, öffnen an diesem Tag ihre Tore – unter anderem auch private Wohnräume. „Es wird Geld investiert in Erbe“, unterstrich Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, den volkswirtschaftlichen Wert von Denkmalschutz. Österreich profitiere als Tourismusstandort und durch die Anstellung von Fachkräften von der Denkmalpflege.

Zusammenarbeit mit OPEN HOUSE WIEN

Das Haus der Industrie wird am Tag des Denkmals übrigens ebenfalls Teil des Programms sein. 1911 von Kaiser Franz Joseph eröffnet, zählt es zu den letzten bedeutenden Großbauten des Historismus in Wien. Unter den Standorten befinden sich auch moderne Bauten, die OPEN HOUSE WIEN-Leiterin, Inge Boch-Galhaus, treffend als mögliche „Denkmale von morgen“ bezeichnete. Mit dem dreitägigen Architekturfestival, das von 25. bis 27. September stattfindet, wird es heuer mehrere Überschneidungen bei den Objekten des Tag des Denkmals geben. Daraus entwickelte sich eine Kooperation.

Passend zum Thema

(APA/Red.)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]