
Dirndl, Lederhose, Festzelte und jede Menge Musik: Am heutigen Donnerstag, 24. September 2026, startet die Kaiser Wiesn auf der Kaiserwiese beim Wiener Riesenrad. Bis 11. Oktober wird im Prater an insgesamt 18 Tagen gefeiert.
Die Dimensionen sind groß: In den vergangenen Jahren kamen laut ORF rund 380.000 Besucher:innen. Heuer sind etwa 150 Konzerte, knapp 2.000 Musiker:innen und rund 700 Stunden Programm angekündigt.
Neu ist 2026 vor allem das Sicherheitskonzept. Erstmals werden auf dem Gelände permanent eigene Awareness-Teams eingesetzt.
Das Thema Sicherheit erhält bei der diesjährigen Kaiser Wiesn zusätzliche Aufmerksamkeit. Hintergrund sind unter anderem sogenannte „Upskirting“-Vorfälle beim Oktoberfest in München, bei denen Frauen unerlaubt unter Dirndl fotografiert oder gefilmt wurden.
Auf der Kaiser Wiesn sollen nun acht Personen permanent als Awareness-Team unterwegs sein. Erkennbar sind sie an pinken Westen und Buttons.
Zusätzlich haben laut ORF weitere 30 bis 40 Mitarbeiter:innen eine entsprechende Schulung erhalten. In diesem Umfang sei das Angebot bei der Veranstaltung neu.
Wer Hilfe benötigt und gerade keine Ansprechperson findet oder niemanden direkt kontaktieren möchte, kann sich außerdem über eine eigene Telefonnummer melden.
Nicht nur für Besucher:innen wird eine zusätzliche Anlaufstelle geschaffen. Eine Ombudsstelle soll sich speziell um Anliegen und Beschwerden von Anrainer:innen kümmern.
Damit wollen die Veranstalter mögliche Konflikte mit der Nachbarschaft rund um die Kaiserwiese möglichst früh auffangen.
Traditionell beginnt die Kaiser Wiesn mit einem Festzug durch den Wiener Prater. Anschließend folgt der Bieranstich.
Das Gelände öffnet während der Wiesn täglich ab den Mittagsstunden. Gefeiert werden kann bis 1 Uhr früh, das Musikprogramm endet bereits um Mitternacht.
Der Eintritt auf das Festgelände ist grundsätzlich kostenlos. Für die größeren Locations werden am Abend allerdings Tickets benötigt.
Auf den erwarteten Besucherandrang reagieren die Veranstalter auch mit mehr Platz.
Das große Festzelt wurde ausgebaut und soll heuer mehr als 3.000 Plätze bieten. Dazu kommen sieben weitere Zelte und „Almen“.
Für das erste Wochenende waren laut Veranstalter bereits viele Plätze vergeben. Für den Eröffnungstag am Donnerstag wurden zuletzt noch Last-Minute-Tickets angeboten.
Musikalisch reicht das Programm von Volksmusik und Schlager über Blasmusik bis zu DJ-Sets.
Angekündigt sind unter anderem Jazz Gitti, die Lauser, Mountain Crew, die Edlseer und Wiener Wahnsinn. Auf dem Freigelände stehen außerdem Schuhplattler und Tanzvorführungen auf dem Programm.
Insgesamt sollen knapp 2.000 Musiker:innen auftreten. Die Veranstalter sprechen von rund 150 Konzerten und 700 Stunden Programm.
So traditionsreich die Inszenierung wirkt, so jung ist die Veranstaltung selbst. Seit 2009 gibt es auf der Kaiserwiese im Prater ein Oktoberfest nach Münchner Vorbild.
Zunächst lief die Veranstaltung unter dem Namen „Wiener Wiesn“. Nach einem Betreiberwechsel wurde daraus vor fünf Jahren die „Kaiser Wiesn“.
2026 läuft das Fest vom 24. September bis einschließlich 11. Oktober – erstmals begleitet von einem permanenten Awareness-Team.
(Red)
