Am Mittwoch entschied die Fußball-Bundesliga in erster Instanz über die Lizenz für die Saison 2026/27. Erstmals wurde auch ein Lizenzierungsverfahren für die Frauen-Bundesliga durchgeführt.
Alle zwölf Fußball-Bundesliga-Vereine erhielten die Lizenz für die kommende Saison sofort in der ersten Instanz. Zusätzlich erteilte der Senat 5 der Bundesliga den vier Aufstiegskandidaten aus der 2. Liga, nämlich Admira Wacker, SKN St. Pölten, Vienna und Austria Lustenau, die Spielgenehmigung für die oberste Spielklasse. Der FAC und SW Bregenz erhielten keine Lizenz. Diese Information wurde am Mittwoch von der Bundesliga bekanntgegeben.
Von den zwölf Bundesligisten bekam lediglich die finanziell angeschlagene Wiener Austria Auflagen. Die Violetten müssen "aktualisierte geprüfte finanzielle Zukunftsinformationen" liefern. Dieselbe Auflage im Falle eines Aufstiegs erhielten Zweitliga-Tabellenführer St. Pölten und die Admira, nicht aufsteigen dürfen der FAC aus personellen und Bregenz aus infrastrukturellen Gründen.
Die Zulassung für die 2. Liga wurde 14 Vereinen und Teams erteilt. Austria Klagenfurt muss aufgrund eines Insolvenzantrags mit Saisonende absteigen und bekam für "mehrere Verstöße und Fristverzüge während der aktuellen Spielzeit" eine Geldstrafe in Höhe von 120.000 Euro. Stripfing hatte bereits im November aufgrund einer Insolvenz den Spielbetrieb eingestellt.
Wahrscheinlich ist, dass es keinen weiteren Absteiger gibt. Aus den Regionalligen haben die überlegenen Tabellenführer ASK Voitsberg (Mitte) und Wacker Innsbruck (West) grünes Licht für den Aufstieg erhalten, aus der Ostliga ist aber nur der SV Horn aufstiegsberechtigt. Die Niederösterreicher müssten allerdings Erster oder Zweiter werden, liegen aber derzeit als Tabellensechster neun Punkte hinter Rang zwei.
Gegen die Entscheidungen des Senat 5 können die Vereine bis nächsten Donnerstag (16. April) beim Protestkomitee schriftlichen Protest erheben. Die Entscheidungen fällt diese zweite Instanz bis 24. April. Nach dem Abschluss des verbandsinternen Verfahrens kann innerhalb von acht Tagen Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht eingebracht werden.
Der frühere Serienmeister USV Neulengbach hat wie erwartet keine Lizenz für die kommende Saison in der Frauen-Fußball-Bundesliga erhalten. Das teilte die Liga am Mittwoch mit. Im erstmals für die Frauen-Bundesliga durchgeführten Lizenzierungsverfahren bekamen zehn Bewerber, darunter neun Bundesligisten und Zweitligist SK Rapid, die Spielberechtigung für die Saison 2026/27. Neulengbach hatte in der Vorwoche den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens angekündigt.
Zusätzlich zum nationalen Lizenzierungsverfahren erhielten sechs Vereine (Austria Wien, SKN St. Pölten, Sturm Graz, Red Bull Salzburg, Altach, Vienna) die Zulassung für die internationalen UEFA-Frauen-Clubbewerbe. Es sei insgesamt "als sehr positiv zu bewerten, dass dieses erstmalige Lizenzierungsverfahren von den Clubs weitestgehend erfolgreich abgeschlossen worden ist", betonte Thomas Hofer-Zeni, Vorsitzender des zuständigen Senat 5, in einer Aussendung. In der 2. Frauen Bundesliga liegt Rapid nach 17 von 22 Runden einen Punkt hinter Tabellenführer SVK Wildcats aus Krottendorf, der allerdings keine Lizenz erhielt.