logo



[email protected]

Einreise nach Großbritannien wird teurer: ETA-Gebühr steigt

Gestern, 07:00

Wer nach Großbritannien reisen will, muss ab 8. April tiefer in die Tasche greifen: Die digitale Einreisegenehmigung ETA wird teurer. Auf diese Dinge sollten Reisende daher achten.

Seit dem vergangenen Jahr benötigen EU-Bürger für die Einreise nach Großbritannien eine elektronische Registrierung, die sogenannte ETA. Diese kostet derzeit 16 Pfund, ab 8. April 2026 steigt die Gebühr auf 20 Pfund – ein Plus von rund 25 Prozent.

Antrag rechtzeitig stellen

Die Registrierung erfolgt online oder per App und sollte spätestens drei Tage vor Reiseantritt erfolgen, da die Bearbeitung bis zu 72 Stunden dauern kann. Solange keine Komplikationen vorliegen (bspw. strafrechtliche Verurteilungen, vergangene Verstöße gegen Einwanderungsbestimmungen o. Ä.), erfolgt die Ausstellung laut Außenministerium in den meisten Fällen deutlich schneller. Wird ein Antrag abgelehnt, ist allerdings zusätzliche Zeit nötig, um ein Visum zu beantragen. Ein Einspruch ist nicht möglich.

Mitunter kann auch bei Zwischenstopps eine ETA erforderlich sein, etwa wenn eine Grenzkontrolle erfolgt. Nur bei einem sogenannten "Flughafentransit", bei dem keine Grenzkontrolle erfolgt, wird keine Einreisegenehmigung benötigt. "Reisende sollten sich in jedem Fall rechtzeitig bei der Fluglinie erkundigen, ob es sich bei der Zwischenlandung in Großbritannien um einen Transit mit oder ohne Grenzkontrolle handelt. Wir empfehlen jedoch, immer eine ETA zu beantragen – denn bei einer ungeplanten Landung an einem anderen britischen Flughafen oder in einem anderen Bereich erspart man sich damit mögliche Probleme", rät die Reiseexpertin des ÖAMTC, Dagmar Redek.

Digitale Genehmigungen weltweit auf dem Vormarsch

Elektronische Einreisegenehmigungen sind mittlerweile in vielen Ländern Standard. In den USA ist etwa die ESTA verpflichtend, für Kanada die eTA. Auch Länder wie Neuseeland, Sri Lanka, Vietnam oder Kuba verlangen entsprechende Registrierungen vorab.

Die USA hatten erst kürzlich Verschärfungen bei der ESTA angekündigt: "Zu den erforderlichen Daten sollen etwa Angaben über Social-Media-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre oder frühere E-Mail-Adressen zählen", erklärt Redel. Reisende sollten sich daher rechtzeitig über aktuelle Anforderungen informieren.

Warnung vor teuren Drittanbietern

Im Zusammenhang mit kostenpflichtigen Registrierungen warnt der ÖAMTC vor Drittanbietern, die teils hohe Zusatzgebühren verlangen. Diese könnten ein Vielfaches der offiziellen Kosten ausmachen.

"Im besten Fall zahlt man zu viel, im schlimmsten steht man auch noch ohne gültige Genehmigung am Flughafen", warnt Redel. Reisende sollten daher darauf achten, ihre Anträge ausschließlich über offizielle Plattformen einzureichen.

(Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]