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Sicherheitscheck für 70. Eurovision Song Contest in Wien

1-04-2026, 13:13

Der ORF hat kürzlich die Wiener Stadthalle als Hauptveranstaltungsort für den Eurovision Song Contest im Mai übernommen. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und die Veranstalter luden am Mittwoch zu einem ersten Sicherheitscheck ein.

Angesichts der globalen Situation stellt sich die Frage der Sicherheit beim , der von einer intensiven Debatte über die Teilnahme Israels im Vorfeld begleitet war. Innenminister Karner zeigte sich zuversichtlich: "Ich bin davon überzeugt, dass wir Mitte Mai ein friedliches und vor allem sicheres Musikfest in Österreich feiern werden." Wien und Österreich hätten nicht zuletzt in Sicherheitsfragen eine langjährige Erfahrung mit Großevents.

70. Eurovision Song Contest in Wien: Finanzministerium hilft mit Zollscans

Zugleich gebe es fraglos Unterschiede zum ESC 2015. "Wir haben nach wie vor die zweithöchste Terrorwarnstufe in Österreich", unterstrich Karner die Notwendigkeit erhöhter Sicherheitsvorkehrungen für eine Veranstaltung mit hohem Symbolcharakter, die an mehreren Orten und über mehrere Tage hinweg stattfindet. Das Bedrohungsspektrum reiche von möglichen Störaktionen über Kundgebungen bis hin zu Cyberattacken. Die sicherheitsrelevanten Vorbereitungen hätten deshalb unmittelbar nach dem Song Contest von Basel im Mai 2025 begonnen. Auch das Finanzministerium ist dabei eingebunden, wie Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) betonte. Sämtliche Warenanlieferungen in die Veranstaltungshalle werden deshalb nicht nur von Sprengstoffsuchhunden begutachtet, sondern auch vom mobilen Team des Zolls gescannt. Überdies überprüfe die Finanzpolizei die Mitarbeiter der Security-Unternehmen.

15.000 Personenüberprüfungen durch die Polizei

Diese sind allerdings nicht die Einzigen, die auf Herz und Nieren gescannt werden. "Alle Kolleginnen und Kollegen, die hier täglich im Einsatz sind - angefangen vom Caterer bis zum Tontechniker - werden überprüft", skizzierte Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan die Lage. "Wir sprechen hier von ungefähr 15.000 Überprüfungen." Ein Viertel davon habe man bereits abgearbeitet. Beim Event selbst werde dann die Cobra zur Drohnenabwehr und dem Schutz der Prominenten im Einsatz sein, Polizeikräfte in Zivil und Uniform werden das Areal sichern.

Eurovision Song Contest Fans müssen sich entsprechend einstellen

"Wir sind hier nicht nur Host Broadcaster eines kleinen Musikwettbewerbs, sondern verantwortlich für eines der weltweit größten und komplexesten Medienereignisse", machte die interimistische ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher deutlich. Das bedeute eine hohe Verantwortung und mache notwendig, dass unter anderen auch die Fans des Bewerbs sich auf entsprechende Sicherheitsstandards einstellen müssen. So gelten bei den Shows eine No-Bag-Policy und Sicherheitskontrollen auf Flughafenniveau mit entsprechenden Scannern.

(APA/Red)

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