Die Wohnsituation bringt viele Familien in Wien zunehmend an ihre Grenzen. Ein aktueller Fall zeigt, wie schwierig es selbst mit zwei Einkommen sein kann, ausreichend leistbaren Wohnraum zu finden.

Die Wohnsituation bringt viele Familien in Wien zunehmend an ihre Grenzen. Ein aktueller Fall zeigt, wie schwierig es selbst mit zwei Einkommen sein kann, ausreichend leistbaren Wohnraum zu finden.
In dem konkreten Fall arbeiten beide Elternteile. Der Vater ist 40 Stunden pro Woche beschäftigt, die Mutter 30 Stunden. Gemeinsam verfügt die Familie über ein monatliches Haushaltseinkommen von etwas mehr als 4.000 Euro.
Mit drei Kindern im Alter von 3, 8 und 13 Jahren wird der Platz in der aktuellen Wohnung jedoch immer knapper. Der Wunsch nach einer größeren Wohnung ist dringend.
Die Suche gestaltet sich schwierig. Laut dem Vater sind leistbare Wohnungen oft zu klein. Größere Wohnungen wiederum seien finanziell kaum tragbar.
Er beschreibt die Situation so: Entweder sei Wohnraum bezahlbar, aber zu eng für fünf Personen, oder ausreichend groß, aber schlicht nicht leistbar.
Die Hoffnung lag auf einer Gemeindewohnung in Wien. Ein Vormerkschein für eine Vier-Zimmer-Wohnung liegt bereits vor.
Trotzdem erhält die Familie laut eigenen Angaben keine passenden Angebote. Neben der Größe spielen auch Lage und Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Schule, Kindergarten und Arbeitswege müssen miteinander vereinbar sein.
Selbst Wohnungen mit rund 70 bis 80 Quadratmetern und monatlichen Kosten von etwa 1.200 bis 1.300 Euro kalt kommen für die Familie nicht infrage.
Zusätzlich zur Miete fallen laufende Kosten an. Energie, Lebensmittel, Kleidung sowie Ausgaben für die Kinder belasten das Haushaltsbudget weiter.
Für die Familie ist die Situation zunehmend frustrierend. Trotz stabiler Beschäftigung und regelmäßigem Einkommen scheint eine passende Wohnung aktuell nicht erreichbar.
Der Fall zeigt ein Problem, das viele Haushalte betrifft: Erwerbsarbeit allein garantiert längst nicht mehr leistbaren Wohnraum.
(Red.)
