Samsung hat mit einem neuen Software-Update ein bislang wenig beachtetes Feature integriert, das für viele Nutzerinnen und Nutzer im Alltag spannend werden dürfte. Galaxy-Smartphones und -Tablets können künftig als Webcam verwendet werden.

Samsung hat mit einem neuen Software-Update ein bislang wenig beachtetes Feature integriert, das für viele Nutzerinnen und Nutzer im Alltag spannend werden dürfte. Galaxy-Smartphones und -Tablets können künftig als Webcam verwendet werden.
Die Funktion kommt mit One UI 8.5 und wurde im Zuge der Präsentation rund um das Galaxy S 26 nicht besonders hervorgehoben.
Mit dem Update lassen sich kompatible Samsung-Geräte per Kabel direkt mit einem Computer verbinden und als Webcam nutzen. Das funktioniert sowohl mit Windows-PCs als auch mit Macs.
Die Einrichtung ist laut Bericht von SamMobile unkompliziert. Nutzerinnen und Nutzer können zwischen Frontkamera sowie Haupt- und Ultraweitwinkelkamera auf der Rückseite wechseln. Je nach Abstand zur Kamera kann das Gerät sogar automatisch die passende Linse auswählen.
Zusätzlich gibt es einen HD-Modus, der die Bildqualität verbessert, allerdings auch den Akku stärker beansprucht.
Die Funktion arbeitet nicht auf allen Systemen gleich leistungsstark. Während Windows eine Übertragung in Full HD mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde unterstützt, ist bei macOS bereits bei HD-Auflösung mit 720 p und 30 FPS Schluss.
Eine weitere Einschränkung betrifft den Ton: Das Mikrofon des Smartphones kann nicht für die Audioaufnahme genutzt werden. Hier muss weiterhin ein separates Mikrofon oder das integrierte Mikrofon des Computers verwendet werden.
Bereits zuvor konnten Samsung-Geräte als Webcam genutzt werden. Dafür war jedoch die App "Link zu Windows" erforderlich, und die Funktion war auf Windows beschränkt.
Die neue Lösung ist kabelgebunden und plattformübergreifend einsetzbar, was sie deutlich flexibler macht.
Apple bietet mit der sogenannten Kameraübergabe schon länger eine ähnliche Funktion. Diese ist allerdings ausschließlich mit Macs kompatibel.
Gerade für Video-Calls, Streaming oder Homeoffice könnte das neue Feature relevant werden. Smartphone-Kameras bieten oft eine deutlich bessere Bildqualität als klassische Laptop-Webcams.
Mit der direkten Integration in das System entfällt zudem die Notwendigkeit zusätzlicher Apps oder komplizierter Einstellungen.
(Red.)
