Brustkrebs gilt oft als besiegt – doch für viele Betroffene bleibt die Gefahr eines Rückfalls lange bestehen. Besonders bei hormonrezeptorpositiven Tumoren kann die Krankheit auch viele Jahre nach der ersten Behandlung wieder auftreten.

Brustkrebs gilt oft als besiegt – doch für viele Betroffene bleibt die Gefahr eines Rückfalls lange bestehen. Besonders bei hormonrezeptorpositiven Tumoren kann die Krankheit auch viele Jahre nach der ersten Behandlung wieder auftreten.
Jetzt zeigen neue Studiendaten, dass ein bekanntes Medikament das Risiko bei bestimmten Brustkrebsformen deutlich senken und sogar die Überlebenschancen verbessern könnte.
Medizinische Studien belegen, dass hormonrezeptorpositiver Brustkrebs noch bis zu 20 Jahre nach der Erstdiagnose zurückkehren kann. Das betrifft vor allem Patient:innen mit erhöhtem Risiko, etwa bei Lymphknotenbefall.
Gerade deshalb ist die sogenannte adjuvante Therapie entscheidend. Sie soll verbliebene Krebszellen bekämpfen, bevor sie erneut wachsen.
Die internationale Phase-3-Studie "monarchE" untersuchte 5.637 Patient:innen mit hohem Rückfallrisiko. Dabei wurde das Medikament Abemaciclib zusätzlich zur Hormontherapie eingesetzt.
Die Ergebnisse zeigen klare Vorteile:
Dabei handelt es sich um relative Risikoreduktionen, die in der klinischen Bewertung üblich sind.
Besonders relevant sind neue Auswertungen mit längerer Nachbeobachtung. Daten vom ESMO-Kongress 2025 zeigen:
Studienleiter Stephen R. D. Johnston betonte laut Deutschem Ärzteblatt, dass erstmals seit rund 20 Jahren ein Fortschritt in dieser speziellen Therapiesituation erreicht wurde.
Abemaciclib ist kein neues Medikament, sondern seit 2017 im Einsatz. Neu ist vor allem die Anwendung im frühen Krankheitsstadium mit hohem Risiko.
Laut Krebsinformationsdienst kommt es infrage für:
Die Einnahme erfolgt über zwei Jahre zusätzlich zur Hormontherapie.
Wie viele Krebsmedikamente hat auch Abemaciclib Nebenwirkungen. Häufig berichtet wurde Durchfall, meist mild und vorübergehend. Therapieabbrüche allein deshalb lagen bei unter fünf Prozent.
Weitere bekannte Risiken sind:
Langzeitdaten zeigen bislang keine neuen Sicherheitssignale. Fachleute betonen jedoch, dass weitere Beobachtungen notwendig sind.
Die Ergebnisse gelten als wichtiger Fortschritt für eine spezifische Patient:innengruppe. Gleichzeitig bleibt die Nutzenbewertung je nach Patient:innengruppe unterschiedlich.
Auch die Frage, wer am stärksten profitiert, ist weiterhin Gegenstand der Forschung.
(Red.)
