Das Jahr 2026 wird für Himmelsbeobachter außergewöhnlich, besonders der August bringt gleich mehrere seltene Ereignisse. Im Zentrum steht eine partielle Sonnenfinsternis, die auch in Österreich eindrucksvoll zu sehen sein wird.

Das Jahr 2026 wird für Himmelsbeobachter außergewöhnlich, besonders der August bringt gleich mehrere seltene Ereignisse. Im Zentrum steht eine partielle Sonnenfinsternis, die auch in Österreich eindrucksvoll zu sehen sein wird.
Am 12. August 2026 wird die Sonne in Österreich am Abend zu bis zu 89 Prozent vom Mond bedeckt. Besonders spektakulär: Die Sonne geht stark verfinstert als schmale Sichel unter.
Damit handelt es sich laut astronomischen Fachquellen um die stärkste sichtbare Sonnenfinsternis seit der totalen Finsternis vom 11. August 1999 in unseren Breiten.
Je nach Standort sind zwischen etwa 84 und 93 Prozent Bedeckung möglich. In Wien etwa rund 87 Prozent, in Salzburg etwa 89 Prozent, jeweils beim Sonnenuntergang.
Wer das Ereignis vollständig erleben will, muss reisen: Die Zone der totalen Sonnenfinsternis verläuft über Grönland, Island und große Teile Spaniens.
Dort kann die Sonne für bis zu 2 Minuten und 18 Sekunden komplett verschwinden. Besonders gute Bedingungen werden in Nordspanien erwartet.
So spektakulär das Ereignis ist, beim Beobachten ist Vorsicht entscheidend:
Auch während einer partiellen Finsternis darf niemals ungeschützt in die Sonne geschaut werden, da es zu schweren Augenschäden kommen kann!
Die Sonnenfinsternis fällt exakt auf Neumond und sorgt damit für ideale Sicht auf die Perseiden.
Der bekannte Meteorstrom erreicht sein Maximum in der Nacht von 12. auf 13. August 2026. Dann sind bei guten Bedingungen zahlreiche Sternschnuppen sichtbar, teils auch besonders helle Feuerkugeln.
Nur zwei Wochen später folgt das nächste Highlight:
Am 28. August 2026 ist in Österreich eine partielle Mondfinsternis zu sehen.
Zum Höhepunkt sind rund 93,5 Prozent des Mondes im Erdschatten – fast eine totale Finsternis. Der Mond geht dabei während der Verfinsterung unter.
Auch abseits des Augusts lohnt sich der Blick in den Himmel:
Zudem zeigt sich der Planet Venus lange als Abendstern, während Mars und Jupiter im Jahresverlauf ihre Sichtbarkeit ändern.
Ein besonderes Detail für Astronomie-Fans:
Ende 2026 steht Uranus exakt an jener Stelle, an der er bereits 1690 erstmals beobachtet wurde: ein Zyklus von 336 Jahren.
(Red.)
