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Kroatien ändert Maut: Das müssen Autofahrerinnen und Autofahrer 2026 wissen

Heute, 10:30

Stau an der Maut gehört bald der Vergangenheit an. Kroatien stellt 2026 alles um. Doch wer unvorbereitet fährt, riskiert Strafen und Probleme bei der Abrechnung.

Für viele Österreicherinnen und Österreicher beginnt der Kroatien-Urlaub jedes Jahr gleich: Stau vor der Mautstelle, lange Wartezeiten und Stress schon bei der Anreise.

Genau damit soll bald Schluss sein.

Kroatien baut sein komplettes Mautsystem um und schafft die klassischen Stationen ab. Für Reisende bringt das Vorteile, aber auch neue Pflichten.

Schluss mit Schranken

Nach der Sommersaison 2026 startet die Umstellung. Ab 1. März 2027 soll das neue System im ganzen Land gelten.

Statt Schranken kommt ein digitales Free-Flow-System:

  • Autos fahren ohne anzuhalten durch
  • Kennzeichen werden automatisch erfasst
  • Die Abrechnung läuft im Hintergrund

Zum Einsatz kommen rund 212 Mautportale und 1.744 Kameras.

Der große Effekt: Statt etwa 300 Fahrzeuge pro Stunde können künftig bis zu 3.000 Fahrzeuge pro Stunde abgefertigt werden.

So läuft die neue Maut

Für Pkw und Motorräder bis 3,5 Tonnen gibt es zwei Varianten:

  • Kennzeichen registrieren
    Vor der Reise online anmelden, danach automatische Abrechnung
  • Mautbox im Auto
    Erfassung direkt über ein Gerät im Fahrzeug

Für Lkw und Busse bleibt die Mautbox verpflichtend.

Wichtig:
Barzahlung fällt weg. Bezahlt wird nur noch digital, etwa per Kreditkarte oder App.

Wer ohne Registrierung anreist, kann sich vor Ort anmelden, muss aber mit Verzögerungen rechnen.

Keine Vignette geplant

Anders als in Österreich bleibt die Maut streckenabhängig.

Das bedeutet:

  • Abrechnung pro gefahrenem Kilometer
  • Keine zeitbasierte Vignette

Die Kosten liegen aktuell bei etwa 8 bis 10 Euro pro 100 Kilometer.

Beispiele:

  • Zagreb bis Split: rund 44 Euro
  • Umag bis Pula: rund 6,30 Euro

Zusätzliche Gebühren können etwa bei Tunneln oder Brücken anfallen.

Strafen drohen sofort

Mit dem neuen System wird die Kontrolle lückenlos.

Kameras erfassen jedes Fahrzeug automatisch. Wer nicht bezahlt, muss mit Strafen ab rund 300 Euro rechnen.

Diese Forderungen können auch in Österreich eingetrieben werden.

Diese Regeln gelten weiter

Auch abseits der Maut gelten klare Vorschriften:

  • Autobahn: 130 km/h
  • Schnellstraße: 110 km/h
  • Freiland: 90 km/h
  • Ortsgebiet: 50 km/h

Für Fahranfängerinnen und Fahranfänger unter 25 Jahren gelten strengere Limits und eine Null-Promille-Grenze.

Pflicht im Auto:

  • Warnweste für alle Insassen
  • Warndreieck und Verbandskasten

Weniger Stau, mehr Vorbereitung

Die Vorteile liegen auf der Hand: keine Wartezeiten, flüssiger Verkehr und schnellere Anreise.

Gleichzeitig steigt der Aufwand vor der Reise. Wer sich nicht vorbereitet, riskiert Probleme bei der Bezahlung oder hohe Zusatzkosten.

Für viele Reisende gilt daher künftig:
Registrierung vor der Abfahrt spart Zeit, Geld und Nerven.

(Red.)

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