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Norwegens Kronprinzessin nach Epstein-Interview im Spital

Heute, 14:30

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat erstmals ausführlich über Jeffrey Epstein gesprochen. Kurz danach berichteten norwegische Medien über einen Besuch in der Notaufnahme. Offiziell bestätigt ist der Grund dafür bislang nicht.

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat sich am 20. März 2026 erstmals ausführlich zu ihren Kontakten mit Jeffrey Epstein geäußert. In einem Interview mit dem Sender NRK erklärte sie, sie sei von dem US-Sexualstraftäter "manipuliert und getäuscht" worden.

Tausendfache Erwähnung in Epstein-Akten

Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch neue Details aus Ermittlungsunterlagen. Laut veröffentlichten Akten taucht der Name der Kronprinzessin mindestens 1.000-mal im Zusammenhang mit Epstein auf. Die E-Mail-Kommunikation aus den Jahren 2011 bis 2014 deutet laut Medienberichten auf ein persönliches Verhältnis hin.

Mette-Marit widersprach Spekulationen über die Art der Beziehung. Es habe sich um ein freundschaftliches Verhältnis gehandelt, betonte sie im Interview.

Bericht über Klinikbesuch sorgt für neue Fragen

Kurz nach der Aufzeichnung des Interviews berichtete das norwegische Magazin "Se og Hør", dass Kronprinzessin Mette-Marit direkt im Anschluss an den Termin in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Oslo gebracht worden sein soll.

Dem Bericht zufolge soll das Kronprinzenpaar dabei auch fotografiert worden sein. Auf den Bildern soll zu sehen sein, wie sie die Klinik wieder verlassen.

Eine offizielle Bestätigung für den Hintergrund des Krankenhausbesuchs liegt bislang nicht vor.

Zusammenhang mit Erkrankung möglich

Fest steht jedoch, dass die Kronprinzessin seit Jahren an einer chronischen Lungenfibrose leidet. Dabei handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung, die die Lungenfunktion stark beeinträchtigen kann und regelmäßig medizinische Betreuung erforderlich macht.

Bereits Ende Dezember 2025 hatte das Königshaus mitgeteilt, dass sich ihr Gesundheitszustand deutlich verschlechtert habe. In diesem Zusammenhang war auch von Vorbereitungen auf eine mögliche Lungentransplantation die Rede.

Prozess gegen Sohn belastet zusätzlich

Parallel dazu steht der Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby kurz vor dem Abschluss. Ihm werden unter anderem vier Vergewaltigungen sowie weitere Gewalt- und Drogendelikte vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten. Ein Urteil wird im Juni 2026 erwartet.

Erhöhter Druck auf das Königshaus

Die Epstein-Affäre, der Prozess gegen ihren Sohn und die gesundheitlichen Probleme der Kronprinzessin erhöhen den Druck auf das norwegische Königshaus. Zudem hat das norwegische Parlament eine unabhängige Untersuchungskommission beschlossen, die Verbindungen im Zusammenhang mit den Epstein-Akten und staatlichen Kontakten beleuchten soll.

(Red.)

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