logo



[email protected]

Trotz ICE-Einsatz: Flughafen Atlanta versinkt weiter im Chaos

Heute, 16:00

Chaos am größten Flughafen der USA: In Atlanta warteten Passagiere bis zu drei Stunden auf die Sicherheitskontrolle. Ein CNN-Reporter fand nicht einmal das Ende der Schlange, Auslöser ist ein politischer Streit.

Seit Tagen kommt es an mehreren US-Flughäfen zu massiven Verzögerungen, besonders betroffen ist der Hartsfield-Jackson Airport in Atlanta, der als verkehrsreichster Flughafen der Welt gilt.

CNN-Reporter findet kein Ende der Schlange

Am 23. März 2026 berichtete CNN-Reporter Rafael Romo direkt aus Atlanta über die Situation. Sein Ziel: den Zuschauern die Länge der Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle zu zeigen.

Doch selbst nach rund eineinhalb Minuten Fußweg fand er laut CNN kein Ende der Schlange.

Videos und Bilder aus dem Flughafen zeigen Menschenmengen, die sich teils bis in die Gepäckausgabe erstrecken. Reisende berichten von Wartezeiten von bis zu drei Stunden.

Personalmangel durch politischen Streit

Hintergrund der Probleme ist ein Haushaltsstreit in den USA. Laut Berichten mehrerer Medien erhalten Mitarbeiter der Transportsicherheitsbehörde TSA seit Februar keinen Lohn.

Die Folgen:

  • steigende Krankenstände
  • Kündigungen
  • teilweise bis zu 40 Prozent Ausfälle beim Personal

Die TSA ist für die Sicherheitskontrollen an Flughäfen zuständig, der Personalmangel wirkt sich daher direkt auf die Abfertigung aus.

ICE-Beamte im Einsatz

US-Präsident Donald Trump lässt seit Montag, dem 23. März 2026, ICE-Einsatzkräfte an Flughäfen einsetzen, um die Situation zu entschärfen.

Die Beamten der Einwanderungsbehörde sollen laut Regierung dabei helfen, Abläufe zu unterstützen und die Abfertigung zu beschleunigen. Wie effektiv dieser Einsatz ist, bleibt jedoch offen, da ICE-Kräfte nicht speziell für Sicherheitskontrollen ausgebildet sind.

Der politische Konflikt dauert weiterhin an. Die Demokraten wollen einer Finanzierung des Heimatschutzministeriums nur zustimmen, wenn strengere Auflagen für ICE eingeführt werden. TSA und ICE gehören beide zu diesem Ministerium.

ICE-Agenten sollen laut Trump helfen, das Flughafen-Chaos in den USA zu entschärfen.
©Megan Varner / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Reisende unter Druck

Durch zusätzlich hohes Passagieraufkommen, etwa wegen Spring Break, verschärfte sich die Lage weiter. Zwischen dem 20. und 23. März rechnete der Flughafen mit rund 350.000 Reisenden.

Flughafenbetreiber empfehlen inzwischen:

  • mindestens drei Stunden vor Abflug erscheinen
  • teilweise sogar bis zu fünf Stunden einplanen

Einige Passagiere berichteten laut US-Medien, dass sie trotz früher Ankunft ihre Flüge verpasst haben.

Auch andere Flughäfen betroffen

Die Probleme beschränken sich nicht auf Atlanta:

  • Houston: Wartezeiten bis zu zwei Stunden
  • New York (JFK, LaGuardia): über eine Stunde

Der Stillstand betrifft damit weite Teile des US-Flugverkehrs.

(Red.)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]