Nach dem letzten Super-G der Saison am 22. März 2026 in Kvitfjell zeigte sich ÖSV-Speedfahrerin Nina Ortlieb tief bewegt. Die 29-jährige Vorarlbergerin sprach im ORF offen über ihre Enttäuschung und rang dabei sichtbar mit den Tränen.

Nach dem letzten Super-G der Saison am 22. März 2026 in Kvitfjell zeigte sich ÖSV-Speedfahrerin Nina Ortlieb tief bewegt. Die 29-jährige Vorarlbergerin sprach im ORF offen über ihre Enttäuschung und rang dabei sichtbar mit den Tränen.
Ortlieb belegte beim Weltcup-Super-G in Norwegen Rang 21. Ein Ergebnis, das sie selbst hart traf. Im Interview erklärte sie, dass sie mit ihrer eigenen Leistung hadere.
Sie betonte, dass sie wisse, mehr leisten zu können, es im Rennen aber nicht umsetzen konnte. Bereits während der Fahrt habe sie gespürt, dass nichts zusammenpasst. Ihr Ehrgeiz mache die Situation besonders schwierig.
Die Emotionen waren deutlich sichtbar. Ortlieb versteckte ihre Tränen hinter einer Sonnenbrille, sprach aber offen über ihre Enttäuschung.
Dass Ortlieb überhaupt wieder im Weltcup startet, ist keine Selbstverständlichkeit. Nach zahlreichen schweren Stürzen musste sie laut ORF rund 30 Operationen über sich ergehen lassen.
Dazu zählen mehrere Kreuzbandrisse sowie Brüche von Schien- und Wadenbein. Auch schwere Beckenverletzungen und Knochentransplantationen gehörten zu ihrem langen Leidensweg.
Ihr Weg zurück in den Spitzensport gilt daher als außergewöhnlich.
Trotz des enttäuschenden Rennens zog Ortlieb auch positive Aspekte aus der Saison. Ihr Umfeld habe sie daran erinnert, was bereits gelungen sei.
Sie stellte klar, dass ihre Gesundheit für sie im Vordergrund stehe. Genau darauf wolle sie weiter aufbauen.
Mit Blick auf die kommende Saison zeigt sich die Vorarlbergerin kämpferisch. Im Training sei sie bereits konstant gewesen. Nun gehe es darum, diese Leistungen auch im Rennen umzusetzen. Dann sei viel möglich.
Auch der Abschied von Frauen-Cheftrainer Roland Assinger ging Ortlieb nahe.
Sie sagte über ihn, dass er "gebrannt" habe und dem Skisport alles untergeordnet habe. Diese Leidenschaft schätze sie sehr.
(Red.)
