Das Maskottchen für den Eurovision Song Contest in Wien trägt den Namen Auri. Kommende Woche wird die nächste Welle an Tickets vom Stapel gelassen.
Eine haarige Kuriosität mit Österreichherz auf der Brust, goldenen Kopfhörern auf den Ohren und einer lilafarbenen Zylindernase im Gesicht namens Auri steht für den 70. von Wien. Das Maskottchen für die größte Musikshow der Welt wurde am Donnerstag knapp zwei Monate vor dem Finale vom ORF in der Wiener Stadthalle aus der Taufe gehoben. "Auri ist einfach eine Sensation, eine Frohnatur", zeigte sich Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz begeistert.
"Wir haben versucht, eine glänzende, fröhliche, angreifbare Figur auf die Bühne zu bringen", verdeutlichte ESC-Executive-Producer Michael Krön die Gedanken hinter der Erschaffung des Wesens. Auri soll überall unterwegs sein, wo in den nächsten Wochen Song Contest stattfindet.
Doch bei aller hippen Coolness will sich Wien, wenn man den Eurovision Song Contest ausrichtet, zumindest ein wenig auch von seiner klassischen Seite präsentieren. Entsprechend kommt dem ORF-hauseigenen RSO eine zentrale Rolle zu. Nicht nur wird das Orchester am 16. Mai beim Finale mit dabei sein und etwa mit dem aktuellen ESC-König JJ eine neue Version von "Wasted Love" intonieren, auch bei der Eröffnungszeremonie am Rathausplatz spielt man und gestaltet am 24. April im Radiokulturhaus ein eigenes Konzert mit den größten ESC-Hits. Große ESC-Hits gibt es übrigens auch im Finale, für das nicht nur eine All-Stars-Runde mit Verka Seduchka, Erika Vikman oder Lordi vorgesehen ist, sondern auch Parov Stelar und César Sampson als Interval Acts.
Eine Premiere stellte die ESC-Vorschau am Donnerstag für die interimistische ORF-Chefin Ingrid Thurnher dar. "Alle Zeitpläne sind bisher auf Punkt und Beistrich eingehalten worden", zollte die neue Frontfrau nach dem Rücktritt von Roland Weißmann dem ESC-Team ihren Respekt und legte die Latte durchaus hoch: "Die machen die tollste Show der Welt."
"Wir werden das schon gut machen", übte sich Executive-Producer Krön im Vergleich in Understatement. Ob die Vorbereitungen durch die aktuellen Personalkalamitäten im ORF beeinträchtigt werden? "Überhaupt nicht", unterstrich Krön nüchtern. Dabei hat der ESC-Experte auch gleich gute Nachrichten für die Fans parat. Am 26. März um 15 Uhr wird die zweite Welle an Karten vom Stapel gelassen. "Man hat gute Chancen, Tickets zu kriegen", verwies Krön darauf, dass mehrere Tausend Showtickets neu in den Verkauf gehen: "Und es wird auch noch Finalkarten geben."