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Serbien warnt vor Kroatien-Reisen – betrifft das auch Österreich?

Gestern, 19:30

Serbien hat Kroatien offiziell auf Warnstufe Orange gesetzt und rät von Reisen ab. Die Entscheidung sorgt auch in Österreich für Aufmerksamkeit. Für heimische Urlauber gibt es jedoch eine klare Einschätzung.

Serbien rät von Reisen nach Kroatien ab

Die Spannungen am Balkan haben eine neue diplomatische Dimension erreicht: Das serbische Außenministerium hat Kroatien im Rahmen eines neuen Bewertungssystems auf Warnstufe Orange gesetzt. Damit empfiehlt Belgrad seinen Staatsbürgern, vorerst nicht in das EU-Nachbarland zu reisen.

Als Begründung nennt das Ministerium mögliche Sicherheitsrisiken und Provokationen. Besonders bei organisierten Reisen – etwa von Sportmannschaften oder größeren Gruppen – könnten laut serbischer Einschätzung Spannungen entstehen.

Kroatien bleibt für Österreicher wichtiges Urlaubsziel

Die Entscheidung wird auch in Österreich aufmerksam verfolgt. Kroatien zählt seit Jahren zu den meistgebuchten Sommerdestinationen der Österreicher – vor allem wegen der kurzen Anreise, der Adriaküste und der guten Erreichbarkeit mit dem Auto.

Zudem leben in Österreich große serbische und kroatische Communities, etwa in Wien, Graz oder Linz. Politische Entwicklungen zwischen den beiden Ländern sorgen daher auch hierzulande häufig für Diskussionen.

Österreich sieht weiterhin kein Sicherheitsproblem

Für Reisende aus Österreich hat sich die Lage derzeit jedoch nicht verändert. Das österreichische Außenministerium hat seine Einschätzung nicht angepasst: Kroatien gilt weiterhin als sicheres Reiseland.

Auch die kroatische Regierung reagierte auf die serbische Reisewarnung und bezeichnete sie als unbegründet. Zagreb verweist darauf, dass Kroatien Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums ist und stabile Sicherheitsstandards gewährleistet.

Für Urlauber aus Österreich bedeutet das aktuell: Reisen an die Adria gelten weiterhin als unbedenklich.

(Red)

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