Ein alter Theaterkoffer, ein vergilbtes Sparbuch und eine Entdeckung, die alles verändert.

Ein alter Theaterkoffer, ein vergilbtes Sparbuch und eine Entdeckung, die alles verändert.
Der 72-jährige Umberto aus Alta Valsassina machte bei einem Umzug einen Fund, mit dem er selbst nicht mehr gerechnet hatte.
Das Sparbuch wurde 1963 von seinen Eltern bei der Cassa di Risparmio di Trieste eröffnet. Damals war Umberto neun Jahre alt, eingezahlt wurden 1.000 Lire.
Danach geriet das kleine Guthaben völlig in Vergessenheit. Das Heft lag jahrzehntelang auf dem Dachboden, versteckt zwischen Kostümen, Skripten und Requisiten aus der Theaterzeit seiner Eltern.
Erst nach dem Tod seiner Frau stieß der Pensionist zufällig wieder darauf.
Um zu klären, ob das Geld überhaupt noch etwas wert ist, ließ Umberto das Sparbuch prüfen.
Das Ergebnis: Aus den ursprünglich 1.000 Lire wurden durch Zinsen und langfristige Entwicklung rund 50.000 Euro.
Ein Geschenk aus der Kindheit wurde damit zu einem späten finanziellen Glücksfall.
Laut dem italienischen Portal Agi Cronaca zeigt der Fall, welche Wirkung Zeit und Verzinsung selbst bei kleinen Beträgen entfalten können.
Dass solche Geschichten nicht immer gut ausgehen, zeigt ein anderer Fall: Zwei Schwestern fanden im Keller ihres Großvaters 158 Millionen Lire Bargeld.
Ein Umtausch war jedoch nicht mehr möglich. In Italien können alte Lire seit 2012 nicht mehr in Euro gewechselt werden.
In Österreich ist die Situation anders: Schilling können weiterhin ohne Frist bei der Oesterreichischen Nationalbank in Euro umgetauscht werden.
Der fixe Kurs liegt bei 1 Euro für 13,7603 Schilling. Der Umtausch ist kostenlos.
Das bedeutet: Alte Sparbücher, Bargeld oder Münzen könnten auch hierzulande noch einen realen Wert haben.
(Red.)
