
Im Jahr 2024 ließ sich das Model Emily Ratajkowski nach ihrer Scheidung sogenannte "Divorce Rings" anfertigen. Dafür wurden die Diamanten aus ihrem Ehe- und Verlobungsring in neue Schmuckstücke eingesetzt.
Sie erklärte dazu, dass rund um Scheidungen viel Scham existiere und genau diese Scham Frauen oft in unglücklichen oder sogar missbräuchlichen Beziehungen halte.
Der Ring wird damit nicht nur zu einem modischen Accessoire, sondern zu einem bewussten Statement: gegen gesellschaftliche Erwartungen und für Selbstbestimmung.
Wie unter anderem "20 Minuten" berichtet, ist der Trend inzwischen auch im deutschsprachigen Raum angekommen. Ein Schweizer Juwelier bestätigte, dass es bereits mehrere Anfragen zu Scheidungsringen gegeben habe.
Auch wenn Scheidungen oft diskret behandelt würden, sei ein Wandel spürbar: Immer mehr Frauen kaufen sich selbst Schmuck oder lassen individuelle Stücke anfertigen, häufig im Wert von mehreren Tausend Franken.
Für viele Frauen geht es nicht nur um Schmuck, sondern um Symbolik. Verschiedene Ringarten stehen dabei für unterschiedliche Bedeutungen:
Der gemeinsame Nenner: Der Fokus liegt nicht mehr auf der gescheiterten Beziehung, sondern auf dem eigenen Weg danach.
Der Trend zeigt auch einen breiteren gesellschaftlichen Wandel. Trennung wird zunehmend nicht mehr ausschließlich als Scheitern gesehen, sondern als bewusste Entscheidung.
Gerade für Frauen bedeutet das: mehr Sichtbarkeit für eigene Lebensentscheidungen und weniger Anpassung an traditionelle Erwartungen.
(Red)
