Der starke Preisanstieg bei Treibstoff sorgt derzeit für einen regelrechten Tanktourismus an Österreichs Grenzen. Besonders im Bezirk Hollabrunn zieht es viele Autofahrer über die Grenze nach Tschechien.

Der starke Preisanstieg bei Treibstoff sorgt derzeit für einen regelrechten Tanktourismus an Österreichs Grenzen. Besonders im Bezirk Hollabrunn zieht es viele Autofahrer über die Grenze nach Tschechien.
Am Sonntagabend, 15. März 2026, wurde die Situation in Kleinhaugsdorf besonders sichtbar.
Schon kurz nach dem Grenzübergang bildeten sich lange Warteschlangen. Neben Fahrzeugen aus dem Bezirk Hollabrunn waren auch viele Autos aus Wien und dem Raum Tulln zu sehen.
Der Grund ist klar:
Treibstoff ist jenseits der Grenze rund 20 Cent pro Liter günstiger als bei den billigsten Tankstellen in der Region.
Der starke Andrang hat direkte Folgen. Besonders bei der Tankstelle nahe der Family City war die Nachfrage so hoch, dass sie am Abend außer Betrieb war.
Ein entsprechendes Schild vor Ort deutete darauf hin, dass kein Treibstoff mehr verfügbar war.
Auch bei anderen Stationen in Grenznähe, etwa bei "Zaris", war deutlich mehr Betrieb als üblich zu beobachten.
Auslöser für den Tanktourismus sind die zuletzt stark gestiegenen Spritpreise in Europa im Zuge geopolitischer Entwicklungen.
In Österreich wird derzeit auch über mögliche Eingriffe diskutiert. IHS-Direktor Holger Bonin sprach sich am 15. März 2026 jedoch gegen voreilige Maßnahmen zur Preisregulierung aus.
Für viele Autofahrer bleibt damit vorerst die eine Option: günstiger tanken jenseits der Grenze.
(Red)
