Serviert wurde das Gericht beim Governors Ball, der offiziellen Aftershow der 98. Academy Awards in Los Angeles. Allerdings nicht in klassischer Wirtshaus-Version, sondern als edle Interpretation eines österreichischen Klassikers.

Serviert wurde das Gericht beim Governors Ball, der offiziellen Aftershow der 98. Academy Awards in Los Angeles. Allerdings nicht in klassischer Wirtshaus-Version, sondern als edle Interpretation eines österreichischen Klassikers.
Hinter dem ungewöhnlichen Gericht steht Bernhard Zimmerl, 4-Haubenkoch aus Waidhofen an der Thaya im Waldviertel. Er kochte bei der Oscar-Gala erneut an der Seite der österreichisch-amerikanischen Kochlegende Wolfgang Puck, der seit mehr als 30 Jahren für das Catering der Oscar-Aftershow verantwortlich ist.
Unter den Gästen der glamourösen Aftershow waren auch die frisch gekürten Oscar-Preisträger des Abends: Michael B. Jordan als bester Schauspieler und Jessie Buckley als beste Schauspielerin.
Neben internationalen Luxusgerichten wie Japanese Wagyu oder Yorkshire Pudding landete damit auch ein Stück österreichische Küche auf den Tellern der Hollywood-Elite.
Zimmerl erklärte, dass das Backhendl für die Oscar-Gäste bewusst neu interpretiert wurde. Der Klassiker wurde mit Crème Fraîche und Kaviar kombiniert, eine Verbindung aus österreichischer Tradition und internationaler Gourmetküche.
Die Vorbereitungen für das Menü begannen bereits Tage vor der Verleihung.
Am Gala-Tag selbst startete Zimmerl laut eigenen Angaben um 10 Uhr morgens und kochte bis nach Mitternacht.
Für die Vorbereitung sind rund 130 Köchinnen und Köche im Einsatz. Am Abend selbst arbeiten sogar etwa 150 Mitglieder des Küchenteams, um Tausende Gäste zu versorgen.
Neben Zimmerl war mit Mike Köberl ein weiterer österreichischer Spitzenkoch Teil des Teams.
Der Waldviertler bezeichnete den Einsatz als besondere Auszeichnung und betonte, dass es ihn stolz mache, bereits zum dritten Mal bei einem der größten Events der Filmindustrie kochen zu dürfen.
Während Bernhard Zimmerl bei den Oscars in Los Angeles internationale Aufmerksamkeit erhält, hat er sich in Österreich längst einen Platz an der kulinarischen Spitze erkocht.
Im aktuellen Gault&Millau gilt der Koch als einer der größten Senkrechtstarter der heimischen Gastronomie. Sein erst kürzlich eröffnetes Gourmetrestaurant "Zimmerl" in Waidhofen an der Thaya erhielt innerhalb kurzer Zeit vier Hauben.
Mit dem "Foggy Mix" betreibt Zimmerl zudem ein weltweit einzigartiges Konzept: ein Irish Pub mit zwei Gault&Millau-Hauben.
Erst wenige Tage vor seinem Einsatz bei den Oscars wurde das Restaurant "Zimmerl" von Falstaff als "Neueröffnung des Jahres" ausgezeichnet und mit vier Gabeln bewertet.
Mit kompromissloser Qualität, großer Detailverliebtheit und einer klar erkennbaren kulinarischen Handschrift hat sich der Koch aus dem Waldviertel innerhalb kurzer Zeit einen Platz unter Österreichs bekanntesten Spitzenköchen erarbeitet – und bringt damit heimische Küche bis nach Hollywood.
(Red.)
