Ein einzelner Mk-48-Torpedo versenkte am 4. März 2026 die iranische Fregatte "IRIS Dena" im Indischen Ozean. 87 Seeleute starben. Es ist der erste bestätigte Torpedo-Einsatz eines US-U-Boots gegen ein Kriegsschiff seit 1945.
Die Versenkung der iranischen Fregatte "IRIS Dena" durch ein US-U-Boot sorgt international für Aufsehen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wurde das Schiff am 4. März 2026 im Indischen Ozean durch einen einzelnen Mk-48-Torpedo getroffen und zerstört.
An Bord befanden sich laut sri-lankischen Behörden rund 180 Besatzungsmitglieder.
Explosion südlich von Sri Lanka
Das Pentagon teilte mit, die "IRIS Dena" sei rund 20 Seemeilen südlich von Galle (Sri Lanka) gesunken. Das Schiff befand sich auf der Rückfahrt von der internationalen Flottenüberprüfung 2026 in Visakhapatnam (Indien) und fuhr durch internationale Gewässer.
Sri Lankas Marine reagierte auf ein Notsignal. Wie ein Marinesprecher mitteilte, fanden Einsatzkräfte Ölteppiche, leere Rettungsinseln und zahlreiche im Wasser treibende Seeleute.
Nach offiziellen Angaben wurden 87 Tote geborgen. 32 Seeleute konnten gerettet werden, mehrere von ihnen wurden in Krankenhäuser in Galle gebracht. Rund 100 Personen galten zunächst als vermisst.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte den Angriff bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Ein amerikanisches U-Boot habe ein iranisches Kriegsschiff versenkt, das sich in internationalen Gewässern sicher geglaubt habe. Es sei durch einen Torpedo zerstört worden: "Quiet Death".
General Dan Caine, Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, erklärte, ein einzelner Mk-48-Torpedo sei von einem US-Schnellangriffs-U-Boot abgefeuert worden. Der Name des eingesetzten U-Boots wurde aus Sicherheitsgründen nicht genannt.
Nach dem Untergang der „IRIS Dena“ transportieren Einsatzkräfte die Leichen iranischer Seeleute ins Krankenhaus in Galle.
©Photo by Ishara S. KODIKARA / AFP
Historischer Einsatz seit 1945
Der Vorfall markiert den ersten bestätigten Torpedo-Einsatz eines US-U-Boots gegen ein feindliches Kriegsschiff seit August 1945. Damals versenkte die USS "Torsk" kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs ein japanisches Geleitfahrzeug.
Zudem handelt es sich um das erste bekannte Gefecht dieser Art, bei dem ein nuklear betriebenes Angriffs-U-Boot mit einem modernen, drahtgelenkten Schwergewichtstorpedo ein Kriegsschiff versenkte.
Warum der Mk-48 als "Quiet Death" gilt
Der Mk-48 ist die zentrale Unterwasserwaffe der US-Marine. Er wurde 1972 eingeführt und seither mehrfach modernisiert.
Nach Angaben aus Haushaltsunterlagen des US-Verteidigungsministeriums und Berichten von Fox News verfügt der Torpedo über folgende Eigenschaften:
- Gewicht: rund 3.744 Pfund (ca. 1,7 Tonnen)
- Durchmesser: 21 Zoll
- Gefechtskopf: 650 Pfund hochexplosiver Sprengstoff
- Kosten: rund 4,2 Millionen US-Dollar pro Stück
Ein US-Navy-Offizier mit Mk-48-Torpedos im Torpedoraum eines U-Boots der Virginia-Klasse.
©Photo by COLIN MURTY POOL/AFP
Der Torpedo wird von einem U-Boot abgefeuert und kann zunächst per Drahtverbindung gesteuert werden. Dabei erhalten die Bediener laufend Zielinformationen und können den Kurs anpassen. Wird die Drahtverbindung unterbrochen, verfolgt der Mk-48 sein Ziel autonom mithilfe digitaler Sensorik und eigener Signalverarbeitung weiter.
Aktuell befindet sich vor allem die Version Mod 7 im Einsatz, die gemeinsam mit der Royal Australian Navy entwickelt wurde. Weitere Varianten sind laut US-Verteidigungsunterlagen in Entwicklung.
Die Bezeichnung "Quiet Death" bezieht sich auf die lautlose Annäherung unter Wasser – das Ziel erkennt den Angriff oft erst im Moment der Explosion.