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Aufatmen bei Rapid Wien nach Sprung in Meistergruppe

Heute, 07:18

Zum dritten Mal hintereinander hat Rapid Wien in der letzten Runde des Grunddurchgangs den Einzug in die Meistergruppe der Fußball-Bundesliga erreicht. Der 1:0-Heimsieg gegen Red Bull Salzburg, sorgte in Wien-Hütteldorf für kollektives Aufatmen.

"Dieser Sieg ist sehr wichtig für den ganzen Club", so Rapid Wien Trainer Johannes Hoff Thorup nach dem Prestigeerfolg über den einstigen Serienchampion Salzburg, den man dadurch von der Tabellenspitze stürzte. Am Sonntag beginnt die Meistergruppe mit einem Auswärtsspiel gegen die "Bullen". Mit der Leistung aus dem Sieg im Allianz Stadion wird Rapid in Wals-Siezenheim vermutlich wenig Chancen haben. Die Einsatzbereitschaft war zwar vorhanden, doch spielerisch gibt es Verbesserungspotential. Trainer Thorup betonte die kollektive Anstrengung seines Teams wichtiger als spielerische Mängel. "Wir wussten davor, dass wir viele Momente haben werden, in denen wir hart arbeiten und viel verteidigen werden müssen. Das haben wir gut gelöst."

Rapid Wien Trainer Hoff Thorup freute sich für Antiste

Das Goldtor erzielte ausgerechnet Janis Antiste. Der Stürmer stand lange auf dem Abstellgleis, kam nun aber erstmals seit dem 0:3 beim LASK am 30. November des Vorjahres in der Startelf zum Einsatz, weil die Kaufverpflichtung ab einer gewissen Anzahl von Einsätzen in Gesprächen mit Sassuolo wegverhandelt werden konnte. "Er ist seit Wochen einer der Besten im Training und bringt viel Qualität mit. Glücklicherweise für ihn und den Club ist das Problem gelöst. Dieses Beispiel zeigt, wie schnell es im Fußball gehen kann", meinte Hoff Thorup.

Sonderlob vom Dänen gab es auch für Goalie Niklas Hedl und den oftmals unter den Erwartungen gebliebenen Tobias Gulliksen. Der Vier-Millionen-Euro-Rekordeinkauf bereitete etwa eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung den Treffer vor, durch seine Hereinnahme wegen der Verletzung von Daniel Nunoo agierten zunächst Nikolaus Wurmbrand und dann Matthias Seidl als rechte "Wing Backs", im konkreten Fall Rechtsverteidiger in einer Fünferkette. "Ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt", sagte Seidl dazu.

Der Kapitän war über den Sieg ebenfalls hocherfreut, bemühte sich aber auch um die richtige Einordnung. "Wir sind nur unter die Top sechs gekommen, nicht Meister geworden." Durch die Punkteteilung ist Platz eins plötzlich nur noch drei Punkte entfernt. "Es kann schon einiges passieren, alles ist eng beisammen. Dieser Sieg kann uns einen Push geben", meinte Seidl. "Aber von der Performance her müssen wir uns steigern."

Von Rapid Wien Spielern fiel Druck ab

Auch Hoff Thorup wollte sich nicht näher dazu äußern, was für Rapid in dieser Saison noch möglich sein könnte. "Wir konzentrieren uns jetzt voll auf die Trainings und darauf, was wir beeinflussen können", meinte der Trainer. Positiv sei auf jeden Fall, dass der Sprung in die Meistergruppe "von den Spielern ein bisschen Druck wegnimmt".

Gänzlich ohne Druck kann der TSV Hartberg in die Meistergruppe starten. "Hartberg ist der geilste Club der Welt", sangen die Spieler, nachdem sie mit einem 1:1 gegen Blau-Weiß Linz zum dritten Mal nach 2020 und 2024 den Sprung in die Top sechs geschafft hatten. "Mit Hartberg in die Meistergruppe zu kommen, wird immer etwas Spezielles sein", erklärte Kapitän Jürgen Heil im Sky-Interview.

Ein Kaderumbruch im Sommer und "Heimspiele" in der Südstadt, weil das eigene Stadion renoviert wurde, machten den Hartbergern den Saisonstart nicht leicht. "Wir sind für viele als einer der Abstiegskandidaten gehandelt worden. Das erste Spiel war eine Katastrophe, aber wie wir uns reingefightet haben, das spricht für den ganzen Staff und jeden einzelnen im Verein. Es ist was Großartiges", sagte Lukas Spendlhofer.

Hartberg träumt vom Europacup

Trainer Manfred Schmid formte eine kompakte Einheit, die seit Anfang Oktober nur ein einziges Liga-Spiel (gegen Meister Sturm) verloren hat. "Die Gegner werden es nicht einfach haben gegen uns, weil wir ekelig zu bespielen sind", kündigte Heil auch für die ausstehenden zehn Runden an, in denen nun der Europacup das nächste, hohe Ziel ist. "Wir träumen davon", meinte Tobias Kainz. "Die Liga ist extrem eng, wir werden Woche für Woche alles reinhauen, dann schauen wir, wofür es reicht."

(APA/Red)

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