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"Artemis"-Mondmission: NASA ändert Plan

Gestern, 16:57

Die US-Raumfahrtbehörde NASA schmeißt ihren Plan für die "Artemis"-Mondmission komplett um.

Die Mission "Artemis 3" soll nun schon im nächsten Jahr starten, jedoch ohne Mondlandung, erklärte Nasa-Chef Jared Isaacman. Stattdessen soll die "Orion"-Kapsel im All an ein oder zwei Mondlander andocken. Diese Lander werden von SpaceX und Blue Origin entwickelt. 2028 könnten zwei Mondlandungsversuche mit "Artemis 4" und "Artemis 5" stattfinden. Die letzten US-Astronauten waren 1972 auf dem Mond.

"Artemis"-Mondmission: "Müssen uns schneller bewegen"

Die Abstände zwischen den einzelnen Missionen seien bisher zu groß gewesen, sagte NASA-Chef Isaacman. "Mit stetig zunehmender glaubhafter Konkurrenz von unserem größten geopolitischen Kontrahenten müssen wir uns schneller bewegen, Verzögerungen eliminieren und unsere Ziele erreichen." Schon seit Jahren gibt es einen neuen Wettlauf von Raumfahrtnationen zum Mond. Größter Konkurrent der USA ist China mit dem vorgegebenen Ziel, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen. Auch Russland will mit Menschen auf den Mond, hat aber mit Verzögerungen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu kämpfen.

Start von "Artemis 2" weiter so bald wie möglich

Die Mission "Artemis 2" solle unterdessen weiter wie geplant so bald wie möglich starten. Mit dieser Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen bei der etwa zehntägigen Mission um den Mond herum fliegen. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond.

Probleme mit Helium-Zufuhr verzögerten "Artemis"-Start

Aufgrund von technischen Problemen am Raketensystem verzögert sich "Artemis 2" momentan allerdings, ein neues mögliches Startdatum gibt es noch nicht. Das Raketensystem - bestehend aus der Rakete "Space Launch System" und der "Orion"-Kapsel - war in den vergangenen Tagen für Reparaturarbeiten zurück in den Hangar gebracht worden, wo ein Problem mit der Helium-Zufuhr gelöst werden soll. Zuvor waren bei Tests bereits mehrere weitere Probleme aufgetaucht und teilweise auch schon wieder behoben worden.

(APA/Red)

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