Im Vorjahr gab es in Niederösterreich weniger Einsätze der Feuerwehr, mit einem Rückgang von etwa 37 Prozent auf 68.058 Einsätze im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings stieg die Zahl der Brandeinsätze um etwa 16 Prozent auf 8.410. Hauptursachen für die Zunahme der Brände sind Akkus von Geräten wie Rollern und Handys sowie Flur- und Waldbrände, so Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.
Die Zahl der technischen Einsätze der Feuerwehr sank in Niederösterreich um über 50 Prozent auf 38.278. Im Jahr 2025 wurden von 105.046 Mitgliedern etwa 7,5 Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet, was als größte freiwillige Leistung im Bundesland gilt, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Die Feuerwehr verzeichnete einen Anstieg an Frauen um über drei Prozent auf 11.839. Die Feuerwehrjugend hatte 7.828 Mitglieder, die Kinderfeuerwehr 1.163. Freiwillige aus Niederösterreich halfen im August 2025 bei Waldbränden in Montenegro und in Griechenland.
Zahlreiche Geräte von Pumpen über Sandsackfüllmaschinen bis hin zu mobilen Hochwasserschutzsystemen, die nach dem Jahrhunderthochwasser 2024 bestellt wurden, seien im Vorjahr ausgeliefert worden, sagte Mikl-Leitner. Am 10. März wird die Erweiterung des Containerterminals in Tulln eröffnet, um bessere Logistikstrukturen für den Katastrophenschutz zu schaffen. "Gut gelaufen" sei eine Beschaffungsaktion für Hilfeleistungsfahrzeuge, berichtete Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Insgesamt wurden 66 Kfz im Rahmen der Initiative bestellt. Ziel seien einheitliche Typen, um die Kosten für die Fahrzeuge zu senken, sagte Fahrafellner.
An Feuerwehrgebäuden in Niederösterreich werden in einer Kooperation mit dem Mobilfunker Drei 100 Wetterstationen errichtet. Dadurch sollen Prognosen verbessert werden. Das Messnetz soll insbesondere auch bei lokalen Extremwettersituationen eine Basis für Lagebeurteilungen und Einsatzentscheidungen bilden. Die Zahl der Freiwilligen Feuerwehren sank um neun auf 1.594. Ausschlaggebend dafür waren freiwillige Fusionierungen, sagte Fahrafellner. Seit Jahresbeginn wurden die alle fünf Jahre anstehenden Wahlen der Kommandos in den Feuerwehren durchgeführt. Nun folgen die Bezirke und Abschnitte. Am 20. März wird das Landeskommando neu gewählt, Fahrafellner wird erneut kandidieren.