logo



[email protected]

Fußball: Rapid empfängt bei Thorups Liga-Debüt Hartberg

Gestern, 15:01

Nach der Niederlage im ÖFB-Cup steht Johannes Hoff Thorup vor seinem Bundesliga-Debüt als Rapid-Trainer. Die Gäste aus Hartberg können ihren Vorsprung auf die Hütteldorfer auf vier Punkte ausbauen.

In den Samstag-Spielen der Fußball-Bundesliga hoffen zwei Teams auf Heimsiege, deren Formkurven diametral verlaufen. Rapid wartet vor dem Duell mit dem TSV Hartberg seit zehn Bewerbspartien auf einen Sieg, zuletzt gab es mit dem 0:3 im Cup-Viertelfinale bei der SV Ried einen schweren Tiefschlag. Der LASK wiederum geht mit der Erfolgsserie von elf Partien ohne Niederlage in das Spiel gegen die WSG Tirol.

Thorup blickt nach Großbritannien

Rapid hat die Krise ins neue Jahr mitgenommen, in Ried wurde beim Pflichtspieldebüt von Trainer Johannes Hoff Thorup ein desaströser Auftritt abgeliefert. Gegen Hartberg soll eine Steigerung gelingen. "Jedes Spiel ist anders. Wir können es viel besser", beteuerte Hoff Thorup. Von seiner auf geordnetem Spielaufbau basierenden Philosophie will der Däne nicht abgehen, obwohl dies in der zumeist auf hohe Bälle und Pressing ausgelegten Liga nicht gerade in Mode ist. "Aber auch in der zweiten englischen Liga steigen meistens die Clubs auf, die spielen, kombinieren. Wenn es dort funktioniert, kann es in Österreich auch funktionieren", vermutete der Coach.

Sein Kader zeichne sich durch spielerische Qualität aus, darauf müsse man Rücksicht nehmen. "Wenn wir das Spiel zu einem Spiel der Zweikämpfe und zweiten Bälle machen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir verlieren, weil das andere Teams besser können." Doch was passiert, wenn die Wende nicht schnell gelingt und Rapid die Meistergruppe verpasst? "Dann werden wir reden und schauen, was wir tun können", sagte Hoff Thorup. Rückendeckung kam von Geschäftsführer Sport Markus Katzer. "Wir haben uns für diesen Weg entschieden und gewusst, dass er nicht einfach wird. Wir werden diesen Weg nicht so schnell verlassen."

Rapid einen Punkt hinter Hartberg

Hartberg liegt einen Punkt vor den siebentplatzierten Rapidlern auf Platz vier. "Klar wollen wir unter die besten sechs kommen und unsere Chancen nützen. Rapid ist ein direktes Duell und definitiv ein Schlüsselspiel - vor allem für uns, weil wir vor ihnen liegen. Da könnten wir schon viel in unsere Richtung bringen", erklärte Trainer Manfred Schmid. Seine Mannschaft hat in den vergangenen neun Runden nur ein Mal verloren, bei Rapid kassierte man in zehn Partien nur drei Niederlagen. Kein anderer Bundesligist kann auf eine derartige Auswärtsbilanz gegen die Hütteldorfer verweisen.

LASK kann gegen WSG Serie ausbauen

Drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Red Bull Salzburg, im Cup im Semifinale - dem LASK könnte in dieser Saison der ganz große Wurf gelingen, doch Trainer Dietmar Kühbauer bremst. "Dass die Erwartungshaltung riesengroß ist, ist klar, aber wir dürfen nicht auf diesen Zug aufspringen. Es steht uns auch mal zu, ein Spiel zu verlieren. Das Double ist nur für die Öffentlichkeit und die Journalisten, bei uns ist es nicht in der Kabine", betonte der Burgenländer.

Sein WSG-Kollege Philipp Semlic muss die Partie aufgrund einer Sperre von der Tribüne aus verfolgen. Der Steirer hat großen Respekt vor den Oberösterreichern. "Wir brauchen ein fast perfektes Spiel, weil der LASK eine der wenigen Mannschaften ist, die sieben Spieler auf dem Platz hat, die überall ein eins gegen eins auflösen können." Sonderlob von Semlic gab es für Kühbauer. "Man muss vor ihm den Hut ziehen. Er schafft es, der großen individuellen Qualität, die er im Kader hat, gewisse Freiheiten zu geben. Das ist meiner Meinung nach schon eine große Kunst."

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]