In einer Münchner Wohnung sind 44 Katzen unter unhaltbaren Bedingungen entdeckt und gerettet worden. Die Tiere wurden gemeinsam mit dem Veterinäramt und Tierschützern eingefangen und ins Tierheim gebracht.
In München ist eine Katzenhaltung völlig aus dem Ruder geraten: In einer 95 Quadratmeter großen Wohnung wurden 44 Tiere entdeckt – darunter auch trächtige und kranke Tiere sowie neugeborene Katzenbabys. Die Polizei, das Veterinäramt und Tierschützer griffen ein.
Bereits im Herbst 2025 war der Tierschutzverein München durch einen Online-Kauf auf den Fall aufmerksam geworden: Eine abgemagerte Jungkatze hatte erste Zweifel geweckt. Vor Ort wurden damals bereits 28 Tiere gezählt, darunter mehrere unkastrierte Kater und Katzen unterschiedlichen Alters.
Obwohl Kastrationen durchgeführt wurden, verschärfte sich die Lage. Vier Katzenjunge mussten aufgrund schwerer Symptome eingeschläfert werden. Tierschützer gehen von Inzucht aus.
Bei einer Durchsuchung aus anderem Anlass Ende Jänner entdeckte die Polizei deutlich mehr Tiere als zuvor. Insgesamt 44 Katzen wurden mit Unterstützung des Veterinäramts eingefangen und ins Tierheim gebracht. Die Halterfamilie gilt als überfordert, ein Haltungsverbot wird geprüft.
Alle Tiere werden nun im Tierheim München medizinisch betreut, kastriert und aufgepäppelt. Sobald ihr Zustand stabil ist, sollen sie in verantwortungsvolle Hände vermittelt werden.