Emmanuel Macron sorgte beim Davos-Gipfel mit einer auffälligen blauen Sonnenbrille für Aufsehen, die nicht nur das Internet beschäftigte, sondern auch den Hersteller Henry Jullien in den Fokus rückte, dessen Verkaufszahlen in die Höhe schnellten.
Wer die letzten Tage Fotos des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Davos gesehen hat, hat sich vielleicht schon über dessen ungewöhnliches Auftreten gewundert. Am Rednerpult stand Macron nämlich mit einer verspiegelten blauen Sonnenbrille des Herstellers Henry Jullien.
Die Reaktionen im Internet ließen natürlich nicht lange auf sich warten: Einige bezeichneten Macron als "kéké", was so viel wie "Angeber" bedeutet. Andere zogen Vergleiche mit "Top Gun"-Hauptdarsteller Tom Cruise oder Saul Goodman aus der Netflix-Serie "Better Call Saul".
Auch US-Präsident Donald Trump konnte sich beim Davos-Gipfel eine spöttische Bemerkung gegenüber Macron nicht verkneifen: "Ich hab ihn gestern mit dieser schönen Sonnenbrille gesehen. Was zum Teufel ist passiert?"
Tatsächlich steckt hinter der Brille keine Möchtegern-Coolness, sondern eine "harmlose" Augenerkrankung, wie er einige Tage zuvor schon bei einem Besuch des Militärstützpunkt in Istres bekanntgab: "Bitte entschuldigen Sie das unschöne Aussehen meines Auges. Es ist natürlich etwas völlig Harmloses".
Wer sich ganz besonders über die Aufmerksamkeit freut, ist Sonnenbrillen-Hersteller Henry Jullien. Die Anfragen für das 659-Euro-Modell Pacific 01 S, aus der Kollektion Doublè Or gehen durch die Decke. Wie der ORF berichtet, war der Onlineshop der Marke kurzzeitig sogar wegen Überlastung nicht mehr erreichbar. Inzwischen wirbt die Marke sogar auf Instagram mit einem Foto von Macron.