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Das sagt der US-Botschafter in Österreich zu Grönland

22-01-2026, 10:20

Arthur Fisher, US-Botschafter in Österreich, hat sich im Hinblick auf Grönland geäußert. "Ich glaube nicht, dass Präsident Trump Grönland den USA anschließen wird", erklärte er.

Zum 80. Jahrestag der Gründung der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG) hat der neue Botschafter der USA in Österreich, Arthur "Art" Fisher, bei einem Festakt am Mittwochabend die enge Partnerschaft der beiden Länder bekräftigt. "Ich werde derzeit hier oft gefragt, ob die USA noch immer unser Freund seien. Die Antwort ist ein klares Ja", so der Vertraute von US-Präsident Donald Trump.

"Wir kommen gut mit 50 aus"

Auf den aktuellen Konflikt mit der EU um Trumps Besitzanspruch auf Grönland gingen Fisher und andere Redner der gut besuchten Veranstaltung im ÖAG-Zentrum in der Wiener Innenstadt nicht ein. Im Gespräch mit der APA wurde Fisher dann deutlicher. "Ich glaube nicht, dass Präsident Trump Grönland den USA anschließen wird", so der Immobilienmakler aus North Carolina. Auf die Nachfrage, warum dann Trump seinen Anspruch auf Grönland so oft - zuletzt beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos - kundgetan habe, antwortete Fisher: "Nein, das wird nicht passieren. Grönland wird nicht der 51. Bundesstaat der USA werden. Wir kommen gut mit 50 aus."

Fisher verwies auf die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Österreich und den USA. So habe der US-Konzern Microsoft gerade im Raum Wien 1,7 Milliarden Dollar für neue Rechenzentren investiert. Es sei "die Ehre meines Lebens, die USA in einem so schönen und freundlichen Land wie Österreich vertreten zu dürfen", so Fisher.

Investitionen und Ausstellung

Die österreichische Botschafterin in den USA, Petra Schneebauer, betonte online zugeschaltet die Investitionen österreichischer Konzerne in den USA. "Wir sind das Land mit den am schnellsten wachsenden Direktinvestitionen in den USA." Zum heurigen 250. Jahrestag der Gründung der USA werde gerade eine Ausstellung über berühmte Österreicher in den USA vorbereitet. Neben berühmten Personen wie Arnold Schwarzenegger oder Hedy Lamarr werden auch weniger bekannte Leute wie der Vorarlberger Johann M. Kohler, der in den USA eine heute noch bekannte Firma für Küchen- und Badeinrichtungen gründete, der Wiener Architekt Victor Gruen, Erfinder der Shopping Mall, und Norbert Bischofberger, Entwickler eines Medikaments gegen die Influenza, in der Wanderausstellung vorgestellt werden.

Der Chef des Think Tanks "Salzburg Global" und ehemalige Botschafter Österreichs in den USA, Martin Weiss, verwies auf die Hilfe der USA für Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg, darunter der Marshall-Plan für den Wiederaufbau und das Fulbright-Programm für den akademischen Austausch, das heuer ebenfalls den 80. Jahrestag feiert. "Die USA haben viel dazu beigetragen, die Demokratie nach Österreich zurückzubringen", so Weiss. "Das ist heute noch wichtig."

Sachertorte und Hillinger-Weine

Die beiden Chefs der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft, Philipp Bodzenta und Rainer Newald, verwiesen auf das Motto der ÖAG, "Brücken bauen". Die Gesellschaft werde sich weiterhin dafür einsetzen, Menschen aus beiden Staaten zusammenzubringen. Zum Festakt gab es eine 60 kg schwere Sachertorte und Weine des burgenländischen Winzers Leo Hillinger.

(APA/Red)

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