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Ganze Wohnhäuser bedeckt: Kamtschatka versinkt im Schnee-Chaos

21-01-2026, 15:53

Rekordverdächtige Schneefälle sorgen auf Kamtschatka für einen Ausnahmezustand. Rettungskräfte versuchten, Eingänge und Gebäude aus meterhohen Verwehungen freizulegen. Einige Bewohner gruben Tunnel, um ihre Häuser verlassen zu können. Mehrere Menschen sollen in Folge des Winterchaos ums Leben gekommen sein.

In Kamtschatka gilt seit Tagen der Ausnahmezustand. Die Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski meldet laut Behörden zwei Todesopfer, nachdem Schneemassen von Dächern stürzten. Laut Meteorologen sind es die heftigsten Schneefälle seit rund 30 Jahren. Binnen weniger Tage fiel so viel Schnee wie sonst in Monaten – teils bis zu fünf Meter hoch.

Freiwillige schaufeln Wege frei

Studierende und Soldaten unterstützen die Aufräumarbeiten, um eingeschlossene Menschen zu versorgen. Besonders ältere Personen konnten sich nicht selbst aus den Häusern befreien. Helfer berichten von dramatischen Szenen – etwa Menschen, die Wohnungen nur noch über Fenster verlassen konnten oder sich mit Eimern durch den Schnee gruben.

Wiederkehrende Pazifik-Zyklone als Ursache

Wissenschaftler führen die Extremwetterlage auf starke Zyklone über dem Pazifik zurück. Diese transportieren große Feuchtigkeitsmengen, die durch die kalte Luft und die besondere Topografie Kamtschatkas zu schwerem Schneefall führen.

Lage laut Gouverneur kritisch

Kamtschatkas Gouverneur Wladimir Solodow sprach von einer kritischen Situation. In einer Krisensitzung ordnete er an, wichtige Straßen, Kreuzungen und Hauseingänge rasch freizuräumen. Auch Müllcontainer, Verkehrsschilder und Ampeln müssten wieder nutzbar gemacht werden. Er rechnet mit Tagen, bis die Schneemassen bewältigt sind.

(Red)

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