Wer jetzt denkt, es geht um Bauarbeiten oder zu viele Algen, liegt komplett daneben. Der wahre Grund für die Sperrung ist winzig, aber offenbar extrem wichtig.
Der Grund für die vorübergehende Schließung ist der Schutz eines ganz bestimmten Fischs: der Ukelei. Dieser kleine Fisch, wissenschaftlich Alburnus arborella genannt, ist in oberitalienischen Seen wie dem Gardasee heimisch und spielt eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem. Leider steht er unter Druck und braucht besonderen Schutz.
Gerade die Laichzeit ist für den Ukelei entscheidend für das Überleben der Art. Um sicherzustellen, dass die Fische in Ruhe für Nachwuchs sorgen können, hat die Gemeinde Limone sul Garda eine besondere Maßnahme ergriffen.
Welcher Strand ist betroffen und wie lange?
Konkret betroffen ist der Strandabschnitt "Val di Sogno" in Limone sul Garda. Dieser Bereich gilt als besonders wichtige Laichzone für den Ukelei. Genau hier zieht sich der kleine Fisch zurück, um sich fortzupflanzen.
Um den Fischen die nötige Ruhe zu gönnen, bleibt dieser spezielle Strandabschnitt ab sofort bis voraussichtlich Oktober gesperrt. Für Strandgänger bedeutet das: Hier ist bis zum Herbst kein Sonnenbaden oder Schwimmen möglich.
Keine Sorge, es gibt Alternativen!
Auch wenn die Sperrung des Val di Sogno-Strands für manche eine Enttäuschung ist, gibt es keinen Grund zur Panik. Limone und der Gardasee bieten zahlreiche weitere wunderschöne Strände und Badebuchten, die natürlich zugänglich sind und zum Entspannen einladen. Die Maßnahme betrifft wirklich nur diesen einen, für den Ukelei sensiblen Bereich.
Ein Zeichen für den Naturschutz
Diese unkonventionelle Entscheidung zeigt, dass Naturschutz am Gardasee ernst genommen wird, auch wenn es bedeutet, touristische Interessen kurzfristig zurückzustellen. Der Schutz heimischer Arten wie des Ukelei ist entscheidend für die Gesundheit des gesamten Sees und seiner Tierwelt. Manchmal muss eben ein kleiner Fisch Priorität haben.