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Offene Fragen nach Attacke in ICE-Zug Richtung Wien

4-07-2025, 09:30

Nach einer Attacke eines Mannes mit Hammer und Axt auf Mitreisende in einem ICE von Deutschland nach Wien sind zahlreiche Fragen offen.

Der 20-jährige Syrer soll am heutigen Freitag einem Richter vorgeführt werden, um über eine Untersuchungshaft zu entscheiden. Am Donnerstag griff er im ICE von Hamburg nach Wien drei syrische Landsleute an. Insgesamt erlitten fünf Personen Verletzungen, wobei der Angreifer selbst die schwersten erlitt. Der Schnellzug mit mehreren Hundert Fahrgästen hielt auf offener Strecke nahe Straßkirchen in Niederbayern an. Mindestens ein Fahrgast überwältigte den Mann, bevor die Polizei ihn festnahm.

Attacke in ICE-Zug Richtung Wien: Kannten sich Opfer und Täter?

Die Hintergründe der Tat sind bisher unklar, genauso wie die Beziehung der Menschen untereinander. Hinweise auf einen extremistischen Hintergrund lägen vorerst nicht vor, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstagabend in München. Das Motiv sei weitgehend unklar. Bei den Verletzten handelt es sich nach Herrmanns Auskunft um eine Frau aus Syrien und ihren Sohn, sowie einen weiteren Syrer und eine vierte Person. Die Polizei hatte von Personen im Alter von 15, 24, 38 und 51 Jahren gesprochen.

Ebenfalls nicht klar sei bisher, ob sich Angreifer und Opfer kannten. "Nach dem, was wir bisher wissen, hat er unmittelbar vorher mit denen geredet", sagte Herrmann. Er gehe davon aus, dass ihm zumindest bewusst war, dass sie auch Syrer waren. Bei dem Angreifer handelte es sich um einen Flüchtling, der in Österreich einen Aufenthaltstitel besaß. Im Zug nach Wien habe er sich legal aufgehalten, sagte Herrmann. Die bayerischen Ermittlungsbehörden kooperierten mit den österreichischen Stellen. In Bayern sei der Mann bisher noch nicht auffällig gewesen. In anderen deutschen Bundesländern müsse das noch überprüft werden.

(APA/Red)

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