Schlafträgheit kann durch erneutes Einschlafen nach dem Weckerklingeln verstärkt werden. Um den Tag wacher zu beginnen, empfehlen Experten konstante Schlafrhythmen und Morgenrituale.
Es gibt kaum etwas Verlockenderes, als nach dem ersten Klingeln des Weckers noch einmal zurück ins Bett zu schlüpfen - doch genau dieser scheinbar harmlose Rückfall in den Schlaf kann dazu führen, dass wir uns noch müder fühlen, als wären wir direkt aufgestanden.
Schlafträgheit, auch bekannt als „Sleep Inertia“, beschreibt das Phänomen, dass Menschen sich nach einem kurzen Wiedereinschlafen oft benommener fühlen, als wenn sie beim ersten Klingeln des Weckers aus dem Bett gestiegen wären. Dieses Phänomen hat eine wissenschaftliche Grundlage: Wenn wir aus dem Tiefschlaf erwachen, befinden sich unsere Gehirnfunktionen noch nicht auf dem vollen Wachzustand, was die anfänglichen Schwierigkeiten erklärt, sich zu konzentrieren oder einfach in den Tag zu starten. Dieser Zustand kann durch ein weiteres Einschlafen verstärkt werden, was dazu führt, dass man sich beim zweiten Erwachen benommener und desorientierter fühlt. Oftmals dauert es bis zu 30 Minuten, bis der Körper seine volle Funktionsfähigkeit wiedererlangt.
Unser Schlafzyklus besteht aus verschiedenen Phasen, wobei der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) und der Tiefschlaf entscheidend für Erholung und geistige Frische sind. Wird der Schlaf abrupt unterbrochen, vor allem aus der Tiefschlafphase, empfinden wir verstärkt die Symptome der Schlafträgheit. Wenn wir nach der Unterbrechung wieder einschlafen, laufen wir Gefahr, erneut in den Tiefschlaf einzutreten, aus dem wir bei einem weiteren Weckerklingeln wiederum unsanft erwachen können. Forscher empfehlen, möglichst konsistent zur gleichen Zeit aufzustehen und den Wecker nicht mehrfach zu stellen, um die innere Uhr nicht zusätzlich zu verwirren.
Um die Herausforderungen der Schlafträgheit zu minimieren, sollte man sich an feste Schlafens- und Aufstehzeiten halten. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus hilft dabei, den Körper besser auf den Tag vorzubereiten. Zudem können kleine Morgenrituale wie das Trinken eines Glases Wasser oder leichte Bewegung dabei unterstützen, den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Trägheit zu vertreiben. Ebenso kann es hilfreich sein, den Wecker am anderen Ende des Zimmers zu platzieren, um nicht in die Versuchung des „Snoozens“ zu gelangen. So kann der Tag mit mehr Energie und Wachsamkeit beginnen.