Was als fröhlicher Vatertag begann, endete für zwei Männer in Wolgast tragisch. Am Donnerstag kam es im Hafenbecken der vorpommerschen Stadt zu einem verhängnisvollen Unglück, bei dem beide Männer ihr Leben verloren.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fiel zunächst ein 59-jähriger Angler ins Wasser des Hafenbeckens. Ein 57-jähriger Mann bemerkte den Vorfall und zögerte nicht, um Hilfe zu leisten. In einem Akt der Selbstlosigkeit sprang er ins Wasser, um den in Not geratenen Angler zu retten.
Der heldenhafte Versuch wird zum Verhängnis
Was folgte, erschüttert die gesamte Region: Beide Männer gerieten im Wasser in Schwierigkeiten und konnten sich nicht mehr an die Oberfläche retten. Trotz schnell eingeleiteter Rettungsmaßnahmen kamen für die beiden Männer jede Hilfe zu spät.
Besonders tragisch: Der Vorfall ereignete sich ausgerechnet am Vatertag, an dem viele Familien feiern und gemeinsam Zeit verbringen. Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen am Hafen, als Rettungskräfte versuchten, die beiden Männer wiederzubeleben.
Gefährliche Hafenbecken unterschätzt
Experten warnen immer wieder vor den unterschätzten Gefahren in Hafenbecken. Die oft steilen Kaimauern, starke Strömungen und die niedrige Wassertemperatur können selbst für geübte Schwimmer zur tödlichen Falle werden. Zudem kann der Sog von anliegenden Schiffen eine zusätzliche Gefahr darstellen.
Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Besonders wird untersucht, ob gesundheitliche Probleme oder andere Faktoren zu dem Unglück beigetragen haben könnten.
Welle der Anteilnahme in der Bevölkerung
In den sozialen Medien drücken zahlreiche Menschen ihre Anteilnahme aus. Besonders die Selbstlosigkeit des Retters, der ohne zu zögern sein eigenes Leben riskierte, bewegt viele. In Wolgast selbst wurden bereits Blumen am Unglücksort niedergelegt.
Die Tragödie erinnert einmal mehr daran, wie schnell ein fröhlicher Tag in eine Katastrophe umschlagen kann. Für die Angehörigen der Verstorbenen wurde ein Kriseninterventionsteam eingesetzt, um ihnen in den schweren Stunden beizustehen.