
In einer gemeinsamen Pressekonferenz betonte Merz, Deutschland werde der Ukraine helfen, Raketen mit größerer Reichweite zu beschaffen. Diese Unterstützung sei entscheidend, damit die ukrainischen Streitkräfte auch Ziele tief im russischen Hinterland angreifen können. Die CDU wolle zudem darauf drängen, die Hilfen für die Ukraine im Bundeshaushalt 2025 aufzustocken.
Der ukrainische Präsident nutzte seinen Berlin-Besuch, um einmal mehr auf die dramatische Lage in seinem Land hinzuweisen. Nach mehr als zwei Jahren russischer Invasion benötige die Ukraine dringend modernere Waffensysteme, um sich effektiv verteidigen zu können. Besonders die Luftabwehr müsse verstärkt werden, da russische Angriffe auf zivile Infrastruktur zunehmen.
Selenskyj appellierte eindringlich an die deutsche Politik: "Wir brauchen die Unterstützung jetzt, nicht erst in einigen Monaten." Jeder Tag des Zögerns koste Menschenleben in der Ukraine.
Die russische Regierung reagierte erwartungsgemäß verärgert auf die deutschen Zusagen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Ankündigungen als "weiteren Schritt der Eskalation" und "Schlag ins Gesicht aller Verhandlungsbemühungen". Russland werde entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, sollte die Ukraine tatsächlich weitreichende Waffen erhalten.
Für die Ukraine bedeutet die deutsche Unterstützung eine wichtige Stärkung ihrer Position. Experten sind jedoch uneins, ob die Lieferung weitreichender Waffen tatsächlich eine Wende im Kriegsverlauf bringen kann. Klar ist: Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, ob den Worten auch konkrete Taten folgen.
Selenskyj wird seine europäische Unterstützungstour in den kommenden Tagen fortsetzen. Nach seinem Aufenthalt in Deutschland sind weitere Besuche in europäischen Hauptstädten geplant, um zusätzliche Hilfen für sein Land zu sichern.
Die anhaltende Unterstützung westlicher Partner bleibt für die Ukraine überlebenswichtig – besonders angesichts der sich intensivierenden russischen Angriffe und der schwierigen Lage an der Front. Ob die internationale Gemeinschaft bereit ist, ihr Engagement weiter zu verstärken, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
