Insgesamt wurden bis 2.00 Uhr rund 3.400 Einsatzkräfte von 230 Feuerwehren zu 400 Einsätzen gerufen.

Insgesamt wurden bis 2.00 Uhr rund 3.400 Einsatzkräfte von 230 Feuerwehren zu 400 Einsätzen gerufen.
In Wien wurde die Feuerwehr vermehrt beansprucht. Von insgesamt 210 Einsätzen waren 80 auf den Sturm zurückzuführen, so die Aussage auf Anfrage der Nachrichtenagentur APA. Es wurden jedoch keine größeren Schäden festgestellt.
Ab 18.30 Uhr gab es vermehrt Notrufe in der Landeswarnzentrale Oberösterreich. Gegen 22.30 Uhr stiegen die Einsatzzahlen stark an. Besonders betroffen waren die Regionen Inn-, Hausruck- und Traunviertel sowie Bad Ischl. Im Bezirk Vöcklabruck wurde ein Auto von Bäumen, die umgestürzt waren, eingesperrt. Alle Personen im Fahrzeug konnten sich sicher und unverletzt in Sicherheit bringen. In der Gemeinde Hartkirchen (Bezirk Eferding) war vorübergehend eine Siedlung mit acht Häusern nicht zugänglich, da mehrere Bäume, die umgeknickt waren, die einzige Zufahrtsstraße blockierten.
APA/TEAM FOTOKERSCHI.AT / FW ST. FLORIAN / REICHÖR
In Salzburg wurde in der Peter-Pfenninger-Straße ein großer Baum durch orkanartige Windböen entwurzelt und fiel auf einen Obus. Bei diesem Vorfall wurden keine Fahrgäste verletzt, jedoch musste die 55-jährige Buslenkerin aufgrund leichter Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Sowohl das Fahrzeug als auch die Oberleitungen wurden erheblich beschädigt. Als Konsequenz wurde der komplette Obus-Verkehr in Salzburg gegen 23.00 Uhr eingestellt.
Am Morgen wurden keine Berichte über weitere Verletzte gemeldet. Das Landesfeuerwehrkommando gab bekannt, dass die etwa 620 Einsatzkräfte hauptsächlich mit umgestürzten Bäumen, abgerissenen Ästen und heruntergefallenen Dach- und Fassadenteilen zu kämpfen hatten, die die Straßen blockierten. In Bürmoos (Flachgau) musste eine Garnitur der Salzburger Lokalbahn evakuiert werden, da Bäume umgestürzt waren und Schäden an den Leitungen verursachten.
Laut ÖAMTC wurde der Verkehr auf der Tauernautobahn (A10) am Freitagmorgen aufgrund von umgestürzten Bäumen erheblich beeinträchtigt. Mehrere Fichten fielen auf die rechte Fahrspur in Richtung Villach, die nun entfernt werden müssen, erklärte eine Sprecherin. Als Folge davon bildete sich ein erheblicher Stau, der bis zur Westautobahn (A1) reichte.
Der Flugverkehr wurde ebenfalls durch den starken Wind beeinträchtigt. Am Abend wurden zwei Flugzeuge aus Hamburg und Düsseldorf aufgrund der starken Seitenwinde am Flughafen Salzburg nach Linz umgeleitet. Zwei weitere Flugverbindungen mussten gestrichen werden, wie Airport-Sprecher Alexander Klaus der APA mitteilte.
In Vorarlberg hingegen verlief die Nacht vergleichsweise ruhig. Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) vermeldete lediglich sieben Einsätze aufgrund des stürmischen Windes. Durch starke Böen wurden Bäume umgestürzt und Äste fielen herab, wodurch die Feuerwehren die Straßen freiräumen mussten. Es entstand kein größerer Schaden oder gar Personenschaden, gab die RFL am Freitagmorgen bekannt.
(APA/Red)
