Die Angewandte distanzierte sich in einem Statement.

Die Angewandte distanzierte sich in einem Statement.
Auf dem Video ist eine englischsprachige Stimme zu hören, die zunächst dazu auffordert, den Umstand nicht zu erwähnen, dass es am 7. Oktober zu einem Angriff auf Israel gekommen sei. "Es gab keinen Angriff auf Israel." Anschließend fordern einige Umstehende den oder die Aufnehmende dazu auf, das Filmen einzustellen. Man habe umgekehrt auch eine Veranstaltung der jüdischen Hochschüler nicht mitgefilmt, und es handle sich um eine sensible politische Angelegenheit. Anschließend wird der oder die Filmende aufgefordert, die Veranstaltung zu verlassen - nach einem Schnitt ist dann ein Sprechchor mit den Worten "Leave now!" zu hören.
Sobotka nannte den Vorfall in einer Aussendung "beschämend". "Es kann und darf nicht sein, dass in einer österreichischen Bildungseinrichtung derart krude Ansichten unkommentiert zur Kenntnis genommen werden." Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) bezeichnete es als "unfassbar, wie hier der barbarische Terror vom 7.10. auf Israel und damit die Abschlachtung und Ermordung von Menschen geleugnet wird", Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) verurteilte "jegliche Aktivitäten und Kundgebungen, die Terror verharmlosen, Hass schüren und Menschen verunglimpfen aufs Schärfste". Er sei diesbezüglich in Kontakt mit den Rektoren der Unis und Fachhochschulen.
Die Angewandte reagierte auf ihrer Homepage: "Wir sind entsetzt über den grauenhaften Angriff der Hamas auf Israel. Wir dulden keinen Terror, keine Form des Antisemitismus und keine Relativierung des Existenzrechts Israels", hieß es in einem Statement des Rektorats. Als Angewandte stehen man klar gegen menschenverachtende Vernichtungsideologien und ihre Rechtfertigungen.
(APA/Red)
