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Christkind protestiert gegen "alten weißen" Weihnachtsmann

2-12-2023, 16:39

Ein junges Getränkeunternehmen aus Wien fordert mit Guerilla Stunts den Coca-Cola-Weihnachtsmann heraus und zwar unter dem Motto: "In Österreich kommt das Christkind!".

„Lieber Weihnachtsmann, in Österreich kommt das Christkind!“, Sprüche wie dieser stehen auf den Schildern, mit denen das Hakuma Christkind aktuell die Besucher:innen der alljährlichen Coca-Cola Christmas Truck Tour in Österreich überrascht und für Furore sorgt. 

Das Christkind fordert den "alten weißen" Coca-Cola Weihnachtsmann in Wien heraus

An Stopps der Tour, etwa in Salzburg, Oberwart und Wien oder demnächst an weiteren noch geheimen Orten, taucht das Christkind plötzlich auf und stiehlt unter dem Motto #Neinachtsmann dem Werbe-Weihnachtsmann die Show. „Wir lieben Weihnachten! Aber jedes Kind weiß doch, dass in Österreich nicht der Weihnachtsmann kommt“, sagt Max Mariel, Mitglied derGeschäftsführung bei Hakuma. „Wir wollen mit der Aktion ein humorvolles Zeichen für Vielfalt setzen – sowohl bei unseren Traditionen als auch am Getränkeregal.“

„An alte weiße Männer glaubt schon lange keiner mehr“

Eine offizielle Reaktion vom Coca-Cola Konzern zu den unangemeldeten Auftritten des Christkinds gibt es bislang nicht. Dafür reagieren die anderen Gäste umso mehr, viele unterstützen die Aktion und machen Fotos von sich oder ihren Kindern mit dem Christkind. Einige Sprüche auf den Schildern des Christkindes polarisieren aber auch. Bezogen auf den Weihnachtsmann ist dort zum Beispiel zu lesen: „An alte weiße Männer glaubt schon lange keiner mehr“. Dazu Max Mariel weiter: „ Hakuma versteht sich als progressive Marke, die österreichische Traditionen liebt, aber eben zeitgemäß und mit einer Prise Humor interpretiert. An der aktuellen Debatte um Shirin David sieht man ja, wie wenig selbstverständlich es noch immer ist, wenn eine junge, selbstbewusste Frau einem etablierten Mann die Stirn bietet. Auch deshalb machen wir diese Aktion.“

Coca-Cola lässt Christkind von Security abführen

Bei der Station am Kursalon in Wien platzt den „Weihnachtsmann-Beschützern“ plötzlich der Kragen, sie drängen das Christkind zur Seite und beschlagnahmen das Schild, wie Videoaufnahmen zeigen. Trotz des ruppigen Eingreifens der Securities bleibt das Christkind zum Glück unverletzt und setzt seine Tour fort.

(Red)

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