Ein Antrag, der bei der "Wiener Konferenz" der Landes-SPÖ am Samstag diskutiert wurde, verursacht große Aufregung in der ÖVP.
Gefordert wird dort vom Bund nämlich die "Abschaffung der Matura", berichtete "Die Presse" vorab über den "kleinen Parteitag" mit 400 Delegierten. Samstagvormittag rückte die Volkspartei dagegen in gleich drei Presseaussendungen aus, darunter eine von Bildungsminister Martin Polaschek höchstpersönlich.
"Die Reifeprüfung ist ein entscheidender Meilenstein für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe", betonte Polaschek, plädierte auch für die Beibehaltung von Schulnoten und sprach von "Hirngespinsten linker SPÖ-Träumer". Nach der Absolvierung seien die jungen Erwachsenen reif für Beruf oder Studium. "Eine Abschaffung der Matura kommt für mich also nicht in Frage."
Ähnlich sah das der Generalsekretär der Volkspartei, Christian Stocker. "Dieser Mini-Parteitag der Wiener SPÖ bedeutet einen massiven Angriff auf unser Bildungssystem, denn die Sozialdemokratie will offenbar, dass unsere Kinder nichts mehr lernen. Auch einer Gleichmacherei aller Schülerinnen und Schüler mit der Gesamtschule erteilen wir als Volkspartei eine klare Absage", wetterte er. Vor einem "Linksruck" in der Bildungspolitik warnte der Wiener ÖVP-Bildungssprecher Harald Zierfuß.