Am Freitag führte die Wiener Polizei eine Schwerpunktkontrolle am Floridsdorfer Bahnhof Am Spitz durch. Es kam zu zahlreichen Anzeigen, darunter wegen der Einfuhr illegaler Böller.
Insgesamt wurden elf Jugendliche, von denen die meisten gerade strafmündig sind, mit 128 illegalen pyrotechnischen Gegenständen in Wien erwischt. Zusätzlich konfiszierte die Polizei ein Kampfmesser, vier Elektroschocker, zwei Air Guns und ein Pfefferspray.
Die Kontrollen erstreckten sich von 16:00 bis 22:00 Uhr am Floridsdorfer Bahnhof Am Spitz. Am Ende wurden zwölf Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz, neun nach dem Waffengesetz und eine Anzeige nach dem Jugendschutzgesetz ausgestellt.
Die Wiener Polizei warnte erneut eindringlich vor dem Gebrauch nicht zugelassener Böller und unsachgemäßer Verwendung von Feuerwerk. Die meisten Unfälle und gefährlichen Zwischenfälle im Zusammenhang mit Böllern resultieren aus Sorglosigkeit, Unachtsamkeit und nicht bestimmungsgemäßer oder missbräuchlicher Nutzung.
Kürzlich verursachte ein in einen Lüftungsschacht geworfener Böller erheblichen Schaden in einem Wohnhaus in Floridsdorf. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die illegale und leichtsinnige Handhabung von Pyrotechnik aus dem Ausland, ohne die erforderlichen Qualitäts- und Zulassungskriterien, birgt laut Polizei erhebliche Gefahren. Bei Verstößen gegen das Pyrotechnikgesetz drohen nicht nur strafrechtliche Konsequenzen, sondern auch empfindlich hohe Geldstrafen.