Vor einer pro-palästinensischen Demonstration in Wien Mittwochabend sieht Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) die Polizei gut vorbereitet.
Einen Grund die Kundgebung - wie etwa in Berlin - zu untersagen, sah er nach dem Ministerrat nicht. Karner berief sich wie auch Justizministerin Alma Zadic (Grüne) auf die Versammlungsfreiheit. Sollte es zu Vorkommnissen kommen, werde entsprechend gehandelt und die Demo aufgelöst, betonte Karner.
Gerade die Wiener Polizei sei "sehr erprobt, sehr sensibel und höchst konsequent", betonte der Innenminister. Es gelte, jede Anmeldung für eine Kundgebung einzeln zu beurteilen. Das Versammlungsrecht sei nämlich "in einer wehrhaften freien Demokratie eines der höchsten Güter", so Karner. Ähnlich argumentierte auch Zadic, die den palästinensischen Terror explizit verurteilte. Das Versammlungsrecht sei ein hohes Gut, dass man nicht so einfach aufgeben dürfe. Zudem erinnerte die Justizministerin daran, dass Symbole der Terrororganisation Hamas in Österreich verboten sind.