Nach einer Pilotphase wird die Bildungsinitiative "Teach for Austria" in den Wiener Kindergärten nun regulär ausgerollt.
In deren Rahmen können Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger zwei Jahre lang in einer elementarpädagogischen Bildungseinrichtung tätig sein. Die theoretische Ausbildung ist im Vergleich zu anderen Programmen nur kurz. Dafür winkt ein Gehalt, dass nur wenig unter dem einer pädagogischen Fachkraft liegt. Jedoch ist ein Studium Voraussetzung.
Fellows könne nur Personen werden, die mindestens einen Bachelor-Abschluss vorweisen können. Man wolle Absolventinnen und Absolventen anderer Fachrichtungen ansprechen, erläuterte Wiederkehr. Zwei Jahre lang können diese in einem Kindergarten tätig sein. Falls sie sich entscheiden, zu bleiben und eine pädagogische Ausbildung zu absolvieren, können Kompetenzen, die als Fellow erworben wurden, angerechnet werden.
Sieben Personen wurden heuer für den
Quereinstieg ausgewählt. 42 waren es bisher insgesamt. Etwa ein Drittel
davon hat sich dafür entschieden, die Tätigkeit im Kindergarten
fortzusetzen, wie Toni Kronke, der stellvertretende Geschäftsführer von
"Teach for Austria" erläuterte. Der Andrang für das Programm ist hoch,
versicherte Wiederkehr. Bewerber müssten sich einem "harten
Auswahlverfahren" stellen.
Jene sieben Fellows, die heuer zum Zug
kamen, sind bei privaten Betreibern im Einsatz - also etwa bei den
Kinderfreunden. Sie durchliefen im Sommer eine kurze theoretische
Schulung und wechselten im Herbst in die Bildungseinrichtungen. Dort
eine Gruppe zu leiten, ist allerdings nicht möglich. Die
Aufsichtspflicht haben weiterhin die Pädagoginnen oder Pädagogen.
Finanziert
wird das Programm von der öffentlichen Hand, aktuell sind rund 660.000
Euro dafür veranschlagt. Die Initiative sei eine große Bereicherung und
helfe auch, den Fachkräftemangel zu reduzieren, zeigte sich Wiederkehr
überzeugt.