Auch bei den Wiener Zinshäusern macht sich der Abschwung am Immobilienmarkt bemerkbar.
Im ersten Halbjahr 2023 brach die Zahl der Verkäufe gegenüber der Vorjahresperiode um 59 Prozent ein, wie das Makler-Unternehmen Otto Immobilien erhoben hat. Ende August 2023 lag das Transaktionsvolumen bei rund 372 Mio. Euro, das entspricht einem Rückgang von 64 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Auch die Preise entwickeln sich rückläufig.
Der große Anstieg an angebotenen Häusern und die gleichzeitig schwache Nachfrage hätten dazu geführt, dass sowohl die Mindest- als auch die Maximalpreise in Wien gesunken sind bzw. stagnieren, schrieb das Unternehmen am Montag in einer Aussendung. Trotzdem zeichne sich das Wiener Zinshaus auch in dieser Phase durch eine starke Resilienz aus. "Die Preise sind zwar gesunken, aber nicht so stark wie in anderen Assetklassen und selbst die günstigsten Objekte sind nach wie vor nicht unter EUR 2.035/m2 Nutzfläche zu haben", sagte Philipp Maisel, zuständig für Zinshäuser bei Otto Immobilien.
Dominiert wird der Markt den Angaben zufolge weiter von Unternehmen. Von ihnen gingen im ersten Halbjahr mehr als zwei Drittel aller Käufe sowie 43 Prozent aller Verkäufe aus.
Gesunken ist der Bestand an Gründerzeit-Zinshäusern. Mitte August gab es davon noch 13.573, ein Rückgang von
12,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2009. Dies sei vorrangig darauf
zurückzuführen, dass die Häuser in Wohnungseigentum übergegangen seien.
Abrisse seien ob der hohen baulichen Qualität selten.
Für das
kommende Jahr gibt sich Otto Immobilien optimistisch. Man gehe davon
aus, dass sich das Zinsniveau stabilisieren und damit der Markt wieder
dynamischer gestalten werde, hieß es in der Aussendung.