Am Montag waren beim "Tag der kritischen Infrastruktur" in Wien auch Bedrohungen ie ein Blackout oder Cyberangriff Thema.
"Kritische Infrastruktur" sind Einrichtungen, ohne die Staat, Gesellschaft und Wirtschaft nicht funktionieren, weil sie grundlegende Bedürfnisse erfüllen.
"Kritische Infrastruktur" sind Einrichtungen, ohne die Staat, Gesellschaft und Wirtschaft nicht funktionieren, weil sie grundlegende Bedürfnisse erfüllen. Dazu gehören die Versorgung mit Lebensmitteln, Energie und Wasser ebenso wie die Bereiche Verkehr, Telekommunikation, Finanzen und medizinische Betreuung. Mögliche Bedrohungen sind Krisenlagen wie ein Blackout oder Cyberangriff. Bei einem Treffen am Montag in Wien wurden weitere Abstimmungen zur Absicherung getroffen.
"Tag der kritischen Infrastruktur" in Wien am Montag
Der vom Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ), der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) und dem Mobilfunkanbieter A1 organisierte "Tag der kritischen Infrastruktur" widmete sich Themen wie Blackout und den mögliche Folgen, Cybersicherheit, Versorgungssicherheit in Krisen und Wirtschaftsspionage sowie der Umsetzung zweier Richtlinien der EU-Kommission. Dabei geht es um Netz- und Informationssicherheit (NIS 2) sowie den Schutz kritischer Infrastruktur. Ziel war, eine Plattform zur Vernetzung aller involvierten Betriebe und Behörden zu bieten.
Innenminister Karner erzählte von drei größten Herausforderungen
Innenminister
Gerhard Karner (ÖVP) zählte bei einem Pressegespräch im Vorfeld der
Veranstaltung als die drei größten Herausforderungen für sein Ressort
den Kampf gegen Terrorismus und Extremismus, gegen Asylmissbrauch und
Schlepperkriminalität sowie für Cybersicherheit auf. "Hinter
Cyberangriffen auf Unternehmen oder Behörden stehen Akteure, die gezielt
versuchen, die Versorgungssicherheit zu sabotieren oder kriminelle
Geschäfte zu machen", so der Innenminister. "Auch für terroristische
oder extremistische Gruppierungen ist die kritische Infrastruktur ein
mögliches Anschlagsziel geworden. Daher setzen wir im Bereich der
Prävention und zum Schutz der kritischen Infrastruktur einen
Schwerpunkt, etwa mit der Kriminaldienstreform und der Etablierung einer
Cyber-Cobra in den Regionen."
A1 habe besondere Verantwortung als Betrieber von kritischer Infrastruktur
"Als größter
Telekommunikationsanbieter und Betreiber von kritischer Infrastruktur in
Österreich hat A1 eine besondere Verantwortung in den Bereichen Cyber
Security und National Resilience", sagte Thomas Arnoldner, stv.
Vorstandsvorsitzender der A1 Group. "A1 investiert jährlich 600
Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur - auch um in Krisenfällen
entsprechende Konnektivität liefern zu können. Um unsere Netze und die
Daten unserer Kunden abzusichern, wenden wir jährlich einen
zweistelligen Millionenbetrag auf."
Schutz von kritischer Infrastruktur als wichtige Aufgabe
"Die Direktion Staatsschutz
und Nachrichtendienst wurde im Dezember 2021 mit dem Ziel, die Republik
vor verfassungsgefährdeten Angriffen zu schützen, gegründet. Hier denken
viele zuerst an die Abwehr von Terroranschlägen, Extremismus oder
Spionage. Aber auch der Schutz unserer kritischen Infrastruktur ist eine
wichtige Aufgabe des Verfassungsschutzes", betonte der stv.
DSN-Direktor Michael Lohnegger. "Cyberangriffe sind keine Seltenheit
mehr, sie gehören mittlerweile zum Alltag von
Cybersecurity-Spezialisten", wurde KSÖ-Direktor Michael Höller in der
Presseunterlage zitiert. Martin Graf, Vorstandsdirektor der Energie
Steiermark, schreibt der Sicherung der Energie-Infrastruktur vor dem
Hintergrund steigender Zahlen bei Hackerangriffen absolute Priorität zu.
"Die Ereignisse im Umfeld der Ukrainekrise haben die besondere
Bedeutung des Schutzes für Strom- und Erdgasnetze drastisch vor Augen
geführt."