Bekannt wurde sie als maria Callas im Stück "Meisterklasse" von Terrence McNally. Am 17. September 2023 feiert Schauspielerin Andrea Eckert ihren 65. Geburtstag.
Anlässlich des 100. Geburtstags von Maria Callas am 2. Dezember wird Andrea Eckert die Inszenierung von Arie Zinger, mit der sie zwischen 1997 und 2008 am Volkstheater Wien glänzte, ab 17. Oktober im Vindobona insgesamt zehnmal aufführen. Ihren eigenen 65. Geburtstag feiert die Kammerschauspielerin heute, Sonntag.
Schauspielerin Andrea Eckert feiert 65. Geburtstag
1958 in Baden bei Wien geboren, studierte Eckert zunächst Literaturwissenschaften in Paris, bevor sie sich für eine Schauspielkarriere entschied. Von 1978 bis 1981 absolvierte sie eine Schauspielausbildung bei Dorothea Neff und Eva Zilcher (2011 spielte sie Neff in der Uraufführung des berührenden Stückes "Du bleibst bei mir" von Felix Mitterer). In der Folge war sie u.a. am Burgtheater, am Landestheater Linz, bei den Bad Hersfelder Festspielen, am Wiener und am Frankfurter Schauspielhaus und am Theater in der Josefstadt engagiert.
Eckart wurde zu Protagonistin der Wiener Theaterszene
Am Volkstheater wurde sie zu einer der Protagonistinnen der Wiener
Theaterszene, mit Hebbels "Judith", Schillers "Maria Stuart", "Clara
S." von Elfriede Jelinek, "Elektra" und "Penthesilea". Den größten
Erfolg (inklusive Kainz Medaille und Skraup Preis) hatte sie aber als
Opernsängerin Maria Callas in Arie Zingers Inszenierung der
"Meisterklasse", die von über 170.000 Menschen gesehen und von Eckert
2016 in Eigeninitiative wiederbelebt wurde.
Andrea Eckert war zweimal für den Nestroy-Preis nominiert
Zweimal wurde Andrea
Eckert für den Nestroy-Preis nominiert, 2010 erhielt sie den Titel
Kammerschauspielerin, 2016 das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien,
2017 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich. Auf der
langen Liste ihrer Filme finden sich "Weiningers Nacht" von Paulus
Manker ebenso wie "Hinterholz 8" von Harald Sicheritz oder Jo Baiers
"Schwabenkinder". Auch in der erfolgreichen ORF-Serie "Die
Vorstadtweiber" wirkte sie mit.
Filmdokumentation "Alles ist ein Wunder"
Mit der Filmdokumentation "Alles
ist ein Wunder" über die Varieté-Artistin Lucia Westerguard startete sie
im Jahr 2000 eine Karriere als Filmemacherin. In der Folge drehte sie
Filmporträts u.a. über den Hollywoodschauspieler Turhan Bey, über
Josefine Hawelka, Walter Schmidinger, Eric Pleskow, Georg Sporschill und
Frederic Morton.
Eckert wurde 2015 Intendantin der Raimundspiele Gutenstein
Im Dezember 2015 wurde Eckert zur Intendantin
der Raimundspiele Gutenstein bestellt. Sie eröffnete 2016 mit "Der
Diamant des Geisterkönigs" und spielte in der Inszenierung von Cornelia
Rainer die Figur der Hoffnung. Höhepunkt war 2019 die Uraufführung von
Felix Mitterers Stück "Brüderlein fein" über Ferdinand Raimund. Nach
einer Corona-Absage der Raimundspiele 2020 gab Eckert im Jänner 2021
ihren Rücktritt bekannt.
Eckert nimmt ihr Solo "Rose" im Theater Nestroyhof wieder auf
Ihr Solo "Rose" von Martin Sherman, das
2022 im Theater Nestroyhof Hamakom Premiere hatte, wird Andrea Eckert im
Februar 2024 wieder aufnehmen. Und noch immer gilt wohl, was sie der
APA vor 5 Jahren zum 60er gesagt hat: "Ich habe viel Glück gehabt und
bin für alle Begegnungen und Aufgaben unendlich dankbar. Nichts davon
ist selbstverständlich."