Der große zweisprachige Kongress der Zeugen Jehovas im Wiener Ernst-Happel-Stadion ist am Sonntag ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen.
Nach der Detonation von zwei Sprengsätzen an Autos von Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft tags zuvor waren die Sicherheitsmaßnahmen erhöht worden. Die Zusammenhänge sind weiter unklar. Drohbriefe oder -Anrufe habe es zuvor keine gegeben, sagte ein Sprecher der Glaubensgemeinschaft der APA.
Das Treffen der in Österreich anerkannten Glaubensgemeinschaft im Stadion sei "reibungslos und in absoluter Ruhe" abgelaufen. Ohnehin habe man in den vergangenen Jahren vermehrt auf Sicherheitsmaßnahmen geachtet, nun sei man noch sensibilisierter. Zudem habe der Zwischenfall in der Steiermark dazu geführt, dass die betroffene Gemeinde mit den Nachbargemeinden noch "näher zusammengerückt" sei. Diese hätten nach der Detonation Seelsorge für die Betroffenen angeboten.
Kurz vor dem Vorfall hatten die
Zeugen Jehovas in Graz einen Kongress abgehalten, bei dem es ebenfalls
zu keinen Zwischenfällen kam. Der Abschluss der diesjährigen
Kongress-Serie in Österreich unter dem Motto "Übt Geduld" findet vom 25.
bis 27. August in der Olympiahalle in Innsbruck statt. Auch dort würden
nun die Sicherheitsmaßnahmen erhöht.