Zum Höhepunkt des alljährlichen Meteorstroms der Perseiden stehen die Chancen auf eine gute Sicht an den Sternschnuppen-Nächten gut.
Weil das Maximum tagsüber für Sonntag, den 13. August, erwartet wird, haben Interessierte in den Nächten vom 12. auf den 13. und vom 13. auf den 14. August die Möglichkeit, vermehrt Sternschnuppen zu beobachten. Der Mond wird deren Sichtbarkeit dieses Jahr kaum einschränken, heißt es seitens der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA). In Wien kann man die Sternschnuppen am besten am Kahlenberg, der Jubiläumswarte oder am Semmering beobachten.
Jedes Jahr kreuzt die Erde Mitte August die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt. Das geschieht, weil die Staubkörner mit ungefähr 60 Kilometern pro Sekunde mit der Erdatmosphäre kollidieren. Dort verdampfen sie in großer Höhe und bringen dabei die Luft hinter sich zum Leuchten. Der Namekommt daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen.
Der
Meteorstrom wird auch "Tränen des Laurentius" genannt, weil sein
Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August
zusammenfällt und als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet
wurde. Das Sternbild geht Mitte August spätabends im Nordosten auf und
steigt bis zur Morgendämmerung in die Osthälfte des Himmels.
Im
Vergleich zum vergangenen Jahr stört der Mond bei der Beobachtung der
Meteorerscheinungen heuer kaum. Weil am 16. August Neumond ist, stehe er
in den Nächten mit erhöhtem Aufkommen von Perseiden nur als ganz dünne
Sichel in der Morgendämmerung. Die beste Zeit zur Beobachtung der
Perseiden werde der 13. August von circa 22 Uhr mit steigender Rate bis
zur Morgendämmerung sein, heißt es seitens der WAA.
Aber nicht nur
der Mond kann bei der Beobachtung stören. Der Umweltdachverband warnt
anlässlich des Perseidenschauers in einer Aussendung wieder vor
zunehmender Lichtverschmutzung. So seien dunkle Nachtlebensräume, an
denen das Naturschauspiel in voller Pracht zu erleben ist, immer
seltener zu finden. Wirklich finster wird es demnach nur mehr in
unberührten Nachtoasen, wie z.B. rund um das Naturparkhaus Kaunergrat im
Kaunertal oder im Sternenpark Attersee-Traunsee.