“Vollspaltenboden ist wie Baden im eigenen Kot” ist
groß auf dem Kunstwerk zu lesen, daneben ein Stier, der im eigenen
Kot ertrinkt. Dieses neue Graffiti in Wien stammt vom Künstler Raffael Strasser. Laut VGT-Erhebungen müssen in Österreich über 415.000 Rinder, also etwa 70 Prozent der Mastrinder, ihr Dasein auf Vollspaltenböden fristen. In diesem System treten die Tiere ihren Kot durch Bewegung und Abliegen nach unten durch und die Bucht muss daher nie ausgemistet werden. Eine Arbeitsersparnis für die Betreiber:innen, die allerdings auf dem Rücken der der Tiere erreicht wird, die dadurch ihr gesamtes Leben, das in der Mast bis zu zweieinhalb Jahre beträgt, über dem eigenen Kot und dem der Artgenoss:innen leben müssen.
