Die Energiekrise führt zu einem Umdenken bei den Betrieben. Rund 60 Prozent der Wiener Unternehmen investieren heuer in Nachhaltigkeitsprojekte.
Das zeigt eine Umfrage von Marketmind im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien (WKW) und der staatlichen Förderbank aws (Austria Wirtschaftsservice). Demnach hätten die gestiegenen Energiepreise und die Angst vor Energieknappheit mehr Investitionen, etwa in Projekte zur Ressourcenschonung, zur Folge, ging aus einer Aussendung am Montag hervor.
Die 378 befragten Wiener Unternehmen investieren demnach heuer vor allem in Projekte, die Ressourcen schonen (52 Prozent) und Prozessen optimieren (49 Prozent). Das sei deutlich mehr als im Vorjahr. Die Umstellung des Fuhrparks auf E-Autos habe mit 42 Prozent hingegen an Priorität eingebüßt.
Aufgrund
der stark gestiegenen Energiepreise hätten 59 Prozent der Unternehmen
Maßnahmen gesetzt, um den Energiebedarf für Raumwärme zu senken, weitere
18 Prozent planen solche Maßnahmen. Knapp die Hälfte der Unternehmen
(47 Prozent) haben ihre Beschäftigten für eine effiziente
Energieverwendung sensibilisiert, weitere 12 Prozent wollen dies tun.
Und 34 Prozent gaben an, die Umstieg auf nachhaltige Mobilität zumindest
teilweise geschafft zu haben, weitere 25 Prozent wollen sich dort hin
entwickeln. "Die Energiekrise hat Investitionen in
Nachhaltigkeitsprojekte in einigen Bereichen deutlich beschleunigt",
sagte WK-Wien-Präsident Walter Ruck laut Aussendung.