Die Wiener Austria sammelte mit einem souveränen 2:0-Sieg bei Austria Lustenau reichlich Selbstvertrauen für den nächsten Europacup-Abend.
Die Austria aus Wien dominierte ihrerseits die Partie im Ländle, holte im zweiten Ligaspiel erstmals Punkte und feierte den zweiten Pflichtspielsieg hintereinander. "Es war ein verdienter Sieg, eine sehr gute Leistung von uns. Ich bin sehr glücklich", freute sich Doppel-Torschütze Andreas Gruber.
Torschütze Gruber: "Es war ein verdienter Sieg. Bin sehr glücklich."
Der Doppelpack-Torschütze Andreas Gruber freute sich über den Sieg: "Eine sehr gute Leistung von uns heute. Wir sind nach einer intensiven Woche sehr gut reingestartet. Wenn wir noch etwas kaltschnäuziger werden, können wir solche Spiele früher entscheiden. Es war ein verdienter Sieg. Ich bin sehr glücklich."
Trainer Michael Wimmer erfreut über das dominante Spiel
Auch Trainer Michael Wimmer war erfreut über das dominante Spiel seiner Elf nach der anstrengenden Europacup-Reise inklusive 2:1-Erfolg nach Banja Luka. "Eine sehr gute Woche mit zwei wichtigen Siegen. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", sagte der Deutsche.
Michael Wimmer weiter: "Ein absolut verdienter Sieg heute. Wir haben das sehr ordentlich gemacht. Eine sehr gute Woche mit zwei wichtigen Siegen. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten heute eine gute Tiefe und viele Torchancen. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung."
Große Enttäuschung beim Gegner Austria Lustenau
Austria Lustenau Trainer Markus Mader nach der Niederlage: "Wir haben heute viel zu viel zugelassen. Es war schwer, gegen ihre variable Offensive den Zugriff zu bekommen. Wir waren gegen einen sehr guten Gegner chancenlos. Heute hatten wir eine schlechte Tagesform, und uns hat Qualität gefehlt. Sowas darf nicht passieren, und wir müssen uns mächtig steigern."
Auch Austria Lustenau Stürmer Lukas Fridrikas sieht bei der Leistung gegen die Wiener Austria noch Luft nach oben: "Gegen Austria Wien ist es immer schwer. In Halbzeit eins müssen wir besser verteidigen. In der zweiten Hälfte hätten wir unsere Chancen besser nützen müssen."
Zum verschossenen Elfmeter sagt der Lustenau-Stürmer: "Es gibt manchmal solche Tage. Es ist bitter, normal mache ich den rein."
"Veilchen" reisen zum polnischen Vizemeister Legia Warschau
Die
"Veilchen" reisen nun zum polnischen Vizemeister Legia Warschau, dort
geht es am Donnerstag im Hinspiel der dritten
Conference-League-Qualifikationsrunde um eine gute Ausgangsposition.
"Wir wollen mit einer breiten Brust ein gutes Ergebnis einfahren, damit
im Rückspiel alles offen ist", betonte Wimmer.
In naher Zukunft
könnte es zudem eine Antwort darauf geben, wie die Austria den Abgang
von Torjäger Haris Tabakovic ersetzen wird. In Lustenau stürmte der
20-jährige Muharem Huskovic, der eine gute Vorstellung ablieferte, aber
ein ganz anderer Spielertyp als Tabakovic ist. "Die nächsten Tage
bringen vielleicht ein bisschen mehr Klarheit", betonte
Austria-Sportdirektor Manuel Ortlechner bei Sky. "Die Suche läuft ja
sowieso schon parallel seit Wochen. Man muss seine Hausaufgaben machen
und einen Plan B oder C in der Tasche haben."
Alexander Schmidt könnte Austria-Torjäger Tabakovic ersetzen
Als heißester
Kandidat gilt Alexander Schmidt. Der 25-Jährige ist derzeit bei Vizela
in Portugal tätig, dort aber nicht glücklich. "Er hat ein gewisses
Profil, das wir in der Mannschaft derzeit nicht haben. Er ist ein
interessanter Spieler", sagte Ortlechner über Schmidt, der für St.
Pölten und den LASK bereits 15 Bundesligatore erzielt hat. Auch
Lustenau-Angreifer Lukas Fridrikas sei ein "sehr spannender Spieler",
mehr sei laut Ortlechner in dieser Causa allerdings "sicher nicht dran".
In Linz durften Blau-Weiß-Fans einen Punkt bejubeln
In
Linz durften die Blau-Weiß-Fans beim Pflichtspiel-Debüt im neuen
Stadion am Ende doch noch einen Punkt bejubeln. Ronivaldo (84.) und
Julian Gölles (86.) verhinderten die sicher geglaubte Niederlage mit
einem späten Doppelschlag binnen zwei Minuten. "Ein unglaubliches Spiel,
eine unglaubliche Moral meiner Mannschaft. Wir waren eigentlich schon
tot", sagte Trainer Gerald Scheiblehner. Blau-Weiß Linz setzte dank des
Endspurts auch eine bemerkenswerte Serie der Aufsteiger fort, fünfmal in
Folge blieb dieser im ersten Heimspiel bereits ungeschlagen.
Bezüglich
des Auftritts seiner Mannschaft ortete Scheiblehner einen "großen
Schritt nach vorne" gegenüber dem Auftaktspiel in Wolfsberg, sah aber
weiterhin viel Luft nach oben. "Wir bekommen zu leicht die Gegentore.
Wir haben auch mit dem Tempo immer wieder Probleme und sind in den
Zweikämpfen noch nicht hart genug", analysierte der 46-jährige Coach.
Bereits am kommenden Wochenende wird daher eine doch deutliche
Leistungssteigerung nötig sein, um im Linzer Derby beim LASK bestehen zu
können.
Ernüchterung bei Hartbergern
Bei den Hartbergern herrschte indes Ernüchterung, nachdem
die Oststeirer zum zweiten Mal einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt
hatten. "Normal müssten wir sechs statt zwei Punkte haben. Wir brauchen
Eier, um die Partien nach Hause zu bringen. Es muss uns eine Lektion
sein", sagte Torschütze Dominik Prokop. Trainer Markus Schopp sprach
zwar von einem "sehr guten Spiel" seiner Mannschaft, beklagte aber
ausdrücklich, dass man den totgeglaubten Gegner "wieder zum Leben"
erweckt habe. Dabei sparte der 49-Jährige auch nicht an Selbstkritik:
"Ich habe mit meinen Wechseln ein falsches Zeichen gesetzt."